Michael Heußner: "Sehe mich nicht als Politiker"

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Bitte lächeln: Für ein Selfie mit dem zukünftigen Bürgermeister stellte sich Michael Heußner den zehnjährigen Zwillingen Sarah (links) und Laura Meißer aus Laudenbach gern zur Verfügung.

Hessisch Lichtenau. Einen Tag nach seiner Wahl zum Bürgermeister haben wir mit Michael Heußner gesprochen.

Wie haben Sie den Abend nach der Auszählung verbracht?

Michael Heußner: Ich habe den Abend mit persönlichen Freunden, Parteimitgliedern und all denjenigen, die sich mir verbunden fühlen, im Bürgerhaus gefeiert. Auch ein paar Feuerwehrkameraden kamen dazu. Es ist ein schönes Gefühl, wenn viele Wochen harter Arbeit mit Erfolg gekrönt werden.

Wie haben Sie geschlafen?

Heußner: Ich habe gut geschlafen, wie in den letzten Wochen auch. Natürlich freue ich mich, aber ich hätte mich auch mit einer anderen Situation abgefunden. Für mich war klar, dass ich politisch weitermachen werde; unabhängig davon, wo die Bürger mich haben wollen.

Haben Sie mit einem Sieg gerechnet?

Heußner: Ich wollte es werden, aber mir war klar, dass die Wahrscheinlichkeit woanders liegt. Wenn man in Hessisch Lichtenau für die CDU antritt, kann man nicht per se davon ausgehen, dass man gewinnt. Da ist harte Überzeugungsarbeit gefordert. Und es war schließlich eine knappe Kiste.

Wie haben Sie die Bürger überzeugt?

Heußner: Nehmt die Farben raus und guckt, was der Mensch Heußner anbietet, habe ich gesagt. Für mich hat ein Bürgermeister politisch neutral zu sein. Das ist nicht nur Wahlkampfgeplänkel.

Aber Sie sind in einer Partei.

Heußner: Ich bin 1984 in die CDU eingetreten, weil mich der damalige christdemokratische Bürgermeister Ingo Geisler fasziniert hat. So habe ich mir einen Bürgermeister vorgestellt. Wäre er in der SPD gewesen, wäre ich wahrscheinlich dort eingetreten. Daher sehe ich mich auch nicht unbedingt als Politiker.

Wieso?

Heußner: Ich bin immer kommunal orientiert und mache nichts an einer Partei, sondern an der Person fest.

Was wird Ihre erste Amtshandlung sein?

Heußner: Ich werde mich mit den Mitarbeitern im Rathaus zusammensetzen. Als Personalratsvorsitzender habe ich eine andere Vorstellung vom Umgang mit Mitarbeitern als bisher praktiziert wurde. Wer Freude an der Arbeit hat, der wird das ausstrahlen, was wiederum Auswirkungen auf die Bürger haben wird.

Was sehen Sie als Ihre größte Aufgabe an?

Heußner: Da haben wir viele. Eine ganz große Baustelle ist die verfallende Innenstadt, daneben aber auch die Dörfer. Wir müssen wieder zusammenrücken, ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln.

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