Vorgänger Herwig rät Heußner: In engem Kontakt mit Bürgern bleiben

Michael Heußner wurde in Bürgermeisteramt eingeführt

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Ich schwöre: Die stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin Inge Harder nimmt Michael Heußner den Amtseid ab. Im Hintergrund steht der scheidende Bürgermeister Jürgen Herwig.

Hessisch Lichtenau. Zu Tränen gerührt hat Jürgen Herwig sich am Donnerstag nach 16 Jahren aus seinem Bürgermeisteramt in Hessisch Lichtenau verabschiedet.

Die Stimme versagte ihm, als er während seiner Rede im Bürgerhaus auf die Unterstützung seiner Familie zu sprechen kam. Neben seiner Schwester und seinem Schwager dankte er auch seiner Tochter Lara, „die mich bei Hausbesuchen begleitet hat und mir aufs Engste verbunden ist“, und seiner Lebensgefährtin Marion, „die wie ein Fels in der Brandung vor, neben und hinter mir stand“. Die rund 200 Gäste im Saal standen kurzerhand auf und schenkten Herwig Applaus, bis er sich wieder gefasst hatte und sie mehrfach mit Handbewegungen auffordern musste, sich wieder zu setzen.

Das Bürgermeisteramt sei der Höhepunkt seiner beruflichen Laufbahn gewesen. „Es hat mich sehr gefreut, dreimal das Vertrauen der Wähler gewinnen zu können“, sagte Herwig. Er habe seinen Beruf mit viel Leidenschaft, Engagement und Kompetenz ausgeübt. „Es war mein Leben.“

Seinem Nachfolger Michael Heußner riet er, in engem Kontakt mit den Bürgern zu bleiben. „Die Bürger haben Ihnen ihr Vertrauen geschenkt; das über die nächsten Jahre zu behalten, wird eine große Aufgabe.“ Zum Abschluss wünschte er Heußner eine glückliche Hand und viel Erfolg beim Umsetzen der anstehenden Aufgaben.

Er werde immer ein offenes Ohr für die Bürger haben, könne jedoch nicht versprechen, ihnen immer alles recht machen zu können, sagte Heußner in seiner Antrittsrede. „Ab Montag gilt meine ganze Aufmerksamkeit den Bürgern Hessisch Lichtenaus“, versprach Heußner, der von seinem ehemaligen Vorgesetzten, Polizeivizepräsident Eberhard Möller, als „professioneller Kümmerer“ bezeichnet wurde.

Landrat Stefan G. Reuß, der an Herwig lobte, dass er die Menschen parteiübergreifend mitgenommen habe, riet auch Heußner, den Fokus auf gesetzte Ziele statt auf Parteien und Meinungen zu richten. Mehrheiten zu finden laute nun das Zauberwort in seinem neuen Beruf, richtete sich Andreas Nickel aus Großalmerode als Sprecher der Bürgermeister an Heußner. Dafür wünschte er ihm eine zweite glückliche Hand, „denn zwei sind immer besser“. CDU-Stadtverordneter Uwe Brückmann hatte „für die Vermittlung zwischen unterschiedlichen Interessensgruppen“ eine ruhige Hand für Heußner im Angebot. „Sei der Leuchtturm in unserer Stadt und strahle so hell und klar, dass du uns alle zum Leuchten bringst, um gemeinsam für unsere Stadt einzutreten.“ Und auch vom Parteivorsitzenden der SPD, Heinz E. Vogt, der an Herwig lobte, dass er immer die Nähe zu den Bürgern gesucht hatte, gab es ein „gutes Händchen“ für Heußner.

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