Wildkameras werden installiert

Müll auf Baustelle entsorgt: Familie Frölich baut Wohnpark in Hessisch Lichtenau

Eine alte Küche wurde auf ihrem Grundstück entsorgt: Kristina Frölich ärgert sich über die Menschen, die ihren Müll einfach bei anderen abladen.
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Eine alte Küche wurde auf ihrem Grundstück entsorgt: Kristina Frölich ärgert sich über die Menschen, die ihren Müll einfach bei anderen abladen.

Immer wieder laden Unbekannte ihren Müll bei ihnen ab: Familie Frölich aus Hessisch Lichtenau ärgert sich.

Hessisch Lichtenau – Der Name Frölich ist in Hessisch Lichtenau durch ihr Reiseunternehmen bekannt. Aktuell bauen sie auf einem Grundstück an der Sudetenstraße mehrere Wohnhäuser. Die Baustelle befindet sich mitten im Wohngebiet. Das schreckt Unbekannte aber nicht davor ab, ihren Müll auf der Baustelle abzuladen.

„Wir hatten hier schon blaue Säcke, ein altes Sofa, Renovierungsmüll und nun eine alte Küche“, berichtet Kristina Frölich, die als eine der Geschäftsführer den Bau des Wohnparkes mit beaufsichtigt. Nebenan auf der Baustelle zur Geschwister-Scholl-Straße hin wurden zudem alte Autoreifen abgeladen, ergänzt Bernd Frölich, Geschäftsführer von Frölich-Reisen.

Das Unternehmen hatte auf dem Grundstück seinen alten Firmensitz, den sie im vergangenen Jahr abreißen ließen. „Ich vermute, durch die Dimension der Baustelle sind einige auf die Idee gekommen, ihren Müll hier abzustellen“, sagt Kristina Frölich. Denn auf dem Gelände sollen drei Wohnhäuser mit 10 bis 15 Wohnungen entstehen. Dafür soll es demnächst mit den Erdarbeiten losgehen. Bereits beim Abriss lagerten große Materialberge auf dem Gelände, die zwar ordentlich sortiert waren, aber für Außenstehende ein chaotisches Bild abgaben. Auch jetzt steht Baumaterial zur Verarbeitung bereit, sodass es Anwohnern nicht sofort auffallen würde, wenn Müll dazugestellt wird.

Direkt neben der Baustelle wohnt die Mutter von Bernd Frölich. „Sie hat an dem Abend einen Liefertransporter bemerkt“, berichtet Bernd Frölich. Dabei hat sie aber eine reguläre Lieferung vermutet und nicht damit gerecht, dass Fremde ihre Küchenreste auf der Baustelle deponieren.

Frölichs haben Bilder der Küche bei Facebook veröffentlicht, um Hinweise auf den Besitzer zu erhalten. Dafür hatten sie auch einen Finderlohn ausgelobt. Mit Erfolg: Schnell meldete sich jemand, der weitere Teile der Küche bei einer Sperrmüllsammlung im Ort entdeckt hatte. „Wir haben das Ordnungsamt informiert“, sagt Kristina Frölich. Sie vermutet, dass der Besitzer zu viel Sperrmüll hatte, da die Menge bei einer Abholung begrenzt ist.

„Im besten Fall muss derjenige seinen Müll wieder abholen“, hofft Bernd Frölich und ergänzt: „Es ist einfach eine gigantische Frechheit, andere für meinen Müll verantwortlich zu machen.“

Es wäre aber auch schon vorgekommen, dass sich jemand einfach Basaltsteine von der Baustelle wegholen wollte. „Er braucht welche für zuhause“, berichtet Bernd Frölich, der den Mann damals zur Rede stellte, und schüttelt den Kopf.

Familie Frölich reicht es nun. Sie werden Wildkameras auf dem Gelände installieren, damit sie auch im Dunkeln nachvollziehen können, wer auf ihrer Baustelle unterwegs ist.

(Evelyn Ludolph)

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