44 närrische Jahre in Fürstenhagen

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Altgedient: Hubert Blumenstein (links) und Helmut Jentsch gehören beim CCF zu den Männern der ersten Stunde, die auch nach 44 Jahren im Verein noch aktiv sind.

Fürstenhagen. Der Carneval Club blickte im Jahr ihres närrischen Jubiläums auf vergangene Höhepunkte zurück.

Vor 44 Jahren machte der Karneval-Club Fürstenhagen (CCF) zum ersten Mal als Inhaber eines Bankkontos auf sich aufmerksam. Im Rahmen dieses närrischen Jubiläums lud der Verein am Samstag zum Festkommers in die Mehrzweckhalle des Lichtenauer Stadtteils ein.

Rot gefrorene Nasen waren bei den Gästen, die zuvor die Einweihung der Prinzenstraße miterlebt hatten, nicht mehr auszumachen, als Sitzungspräsident Thomas Steeger den Festkommers eröffnete. Bis Steeger alle Ehrengäste, an der Spitze der Politiker Landrat Stefan Reuß, an der Spitze der Karnevalisten Vizepräsident Thomas Wölfert von der Interessengemeinschaft Karneval Nordhessen, begrüßt hatte, war die erste halbe Stunde nahezu verstrichen.

Mit einem Glas Sekt in der Hand war Beate Blumenstein in die Bütt gegangen und hatte dem Publikum erst einmal zugeprostet. Bei ihrem Rückblick in die Vereinsgeschichte standen vor allem die europaweiten Ausflüge im Mittelpunkt, bei denen die Karnevalisten vom CCF auch schon mal mit Stars des Showgeschäfts wie Rudi Carrell, Thomas Gottschalk oder Ivan Rebroff zu tun hatten. Ein wenig aus dem Nähkästchen hatte auch Thomas Reiß geplaudert, der im Laufe der Jahre so manche Veranstaltung moderiert und mitgestaltet hatte. Dabei bot so manch heitere Episode nach erhöhtem Alkoholkonsum Anlass zum Schmunzeln.

Kein Wunder, schließlich führte ja auch der Wunsch, den Karneval intensiv zu feiern, 1974 zur Gründung des CCF im Cafe Bachmann. Bereits drei Jahre zuvor waren die ersten Gedanken zum Karneval in Fürstenhagen geschmiedet worden. Mit Peter Frankenstein an der Spitze machten Wolfgang Liekmann, Rainer Seitz, Dieter Neugeboren, Herbert Eckhardt, Hubert Blumenstein, Hans Sedlatschek, Horst Heinemann, Helmut Schmidt und Helmut Achler Nägel mit Köpfen und legten mit der Einrichtung des Kontos den Grundstein zur Gründung des Vereins zwei Jahre später, Taufpate waren die Blauen Funken aus Guxhagen. Frankenstein wurde Vorsitzender, als Schriftführerin kam Hiltrud Apel neu hinzu, Helmut Jentsch und Richard Hüller prüften als erste die Kasse.

In der Session 1975/1976 startete der CCF sein eigenes Bühnenprogramm, Sitzungspräsident war Hans Hofmann. Im gleichen Jahr gründete der Verein auch einen Spielmanns- und Fanfarenzug unter der Leitung von Helmut Reimann. Später als Musikzug von Dieter Reiß geleitet, fiel er zuletzt in 2007 dem Mangel an Nachwuchs zum Opfer. Reiß hatte in den Anfangsjahren auch die CCF-Combo ins Leben gerufen, die über Jahre für Stimmung im Karneval sorgte.

Aufgelockert wurde der Festkommers durch die Riege der Funkenmariechen, die zwischendurch immer wieder Kostproben ihres Repertoires zeigten.

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