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Oetzel als neuer Bürgermeister vereidigt, Heußner verabschiedet

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Von: Nicole Demmer

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Amtsübergabe: Während der vom stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteher Gert Merkel (rechts) launig gehaltenen Sitzung vereidigte er mit dem Ersten Stadtrat Hans-Karl Bock (von links) Dirk Oetzel und entließ Michael Heußner.
Amtsübergabe: Während der vom stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteher Gert Merkel (rechts) launig gehaltenen Sitzung vereidigte er mit dem Ersten Stadtrat Hans-Karl Bock (von links) Dirk Oetzel und entließ Michael Heußner. © Nicole Demmer

Offiziell startet sein Dienst als neuer Bürgermeister von Hessisch Lichtenau für Dirk Oetzel (SPD) erst am 1. August. Während einer außerordentlichen Stadtverordnetenversammlung wurde er am Donnerstag bereits vereidigt und gleichzeitig sein Amtsvorgänger Michael Heußner verabschiedet.

Hessisch Lichtenau – „Es waren bewegende Jahre, in denen wir viel bewegt haben“, zog Heußner ein Resumee der vergangenen sechs Jahre. Genügend Kita-Plätze zu schaffen, habe ihm am Herzen gelegen, so Heußner. Mit der Waldkita Hollefüchse und dem Kindergarten, der Ende des Jahres vom Behelfs-Standort in Großalmerode ins Neubaugebiet umziehen werde, seien zwei neue Kitas entstanden. „Klar bräuchten wir mehr, aber das ist ein Anfang“, so Heußner. Zudem seien die Spielplätze regelmäßig gewartet und erneuert worden.

Mit einem Dank an alle Ehrenamtlichen, die für den Schutz der Bevölkerung sorgen, wies Heußner auf neue Feuerwehrfahrzeuge hin, die angeschafft wurden und berichtete, dass er zu seiner letzten Magistratssitzung genauso erschienen war, wie zu seiner ersten – in Feuerwehrmontur, da er gerade vom Einsatz bei einem Brand kam.

Besonders stolz sei er, so Heußner, dass sich auf den neu geschaffenen Baugrundstücken „so viele junge Familien“ angesiedelt haben. Der politische Wille in der Stadt habe sich gegen weitere Erschließungen ausgesprochen „das hätte ich mir anders gewünscht.“ Auch in den Dörfern sei viel – auch in Eigenleistung – erreicht worden, so Heußner, der zudem die Arbeit von Verwaltung und Baubetriebshof lobte und auf das neu belebte Altstadtfest und die Seniorenarbeit verwies.

Das Wahlergebnis sei Auftrag und Vertrauen zugleich und er empfinde immernoch große Dankbarkeit und Demut, sagte Oetzel bei seinem Ausblick auf seine Amtszeit und versprach: „Ich werde Bürgermeister aller Lichtenauerinnen und Lichtenauer sein. Bürgermeister für alle Stadtteile und die Kernstadt.“ Er setze auf Offenheit und Dialogbereitschaft, so Oetzel, der sich an seinen Entscheidungen messen lassen will.

Trotz der soliden Steuereinnahmen gelte es, verantwortlich zu wirtschaften und zu sparen, um bald einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können. Zudem seien globale Probleme wie die Klimakrise und die Energieversorgung bereits spürbar und würden sich auch auf die Kommunen auswirken. Hier gelte es, nicht in Untätigkeit zu erstarren.

Als Ziele gab Oetzel unter anderem an, „Tourismus, Bildung, Gesundheit sowie attraktives Wohnen und Arbeiten in einem attraktiven Ambiente und inmitten der Natur“ als Marke für Hessisch Lichtenau zu etablieren. Dazu gehören etwa barrierefreier Wohnraum zu erschwinglichen Preisen, die Weiterentwicklung der kommunalen Bildungslandschaft sowie wohnortnahe Arbeitsplätze, eine gute Verkehrsinfrastruktur, die Förderung des Ehrenamts und die Digitalisierung der Verwaltung.

Worte des Dankes für den scheidenden und gute Wünsche für den neuen Rathauschef gab es von politischen Amtsträgern wie Landrätin Nicole Rathgeber und Friedel Lenze, Vorsitzender der Bürgermeisterkreisversammlung, Ortsvorstehern und Jörg Rüppel, Chef der Hessisch Lichtenauer Polizeidirektion. Kritik äußerte Ursula Sauer, Vorsitzende der Fraktion Bürgerliste: Viele Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung hätten „gegen den von ihnen ungeliebten Bürgermeister“ gearbeitet. „Das hat uns geärgert.“ (Nicole Demmer)

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