Instrument war neun Jahre eingelagert

Die Orgel in der Kirche von Walburg "singt wieder"

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Reformationsfest mit der sanierten Orgel: Der Trompeter Bernd Uwe Rams (links) und Bezirkskantor Christopher Weik musizierten. Kirsten Gundlach (Mitte) assistierte.

„Jetzt singt sie wieder“, freute sich Dekanin Ulrike Laakmann. Gemeint war die Walburger Orgel, die nach neunjähriger Pause im Gottesdienst zum Reformationsfest wieder in der Kirche erklang.

Zurückgekehrt ist sie aus ihrem Exil in Trendelburg bei der Orgelbaufirma Krawinkel, wo sie eingelagert und dann umfangreich saniert wurde. Nun hat sie ihren angestammten Platz, den sie seit 1837 innehatte, wieder eingenommen.

So richtig fertig ist die Königin der Instrumente zwar doch nicht geworden zu der großen Feier. Noch fehlen ein paar Malerarbeiten und eines der Register. Doch als Bezirkskantor Christopher Weik mit der dritten Orgelsonate von Felix Mendelssohn Bartholdy den Gottesdienst eröffnete, da war der Gemeinde und auch Pfarrer Dirk Rehbein die Freude darüber deutlich anzumerken.

Zum ersten Male feierte man an diesem Reformationstag im Kooperationsraum, der aus den Gemeinden der Kirchspiele Walburg und Laudenbach sowie der Kirchengemeinde „Am Hirschberg“ bestehen. Deren neue Pfarrerin Susanne Hüfken hatte die Predigt übernommen. Sie gab der Hoffnung Ausdruck, dass durch die restaurierte Orgel das Evangelium hörbar wird.

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Singkreis Walburg unter der Leitung von Kirsten Gundlach begleitet und dem von Ute Ludolph dirigierten Kirchenchor Velmeden. Zusammen mit Christopher Weik musizierte der Trompeter Bernd Uwe Rams nicht nur im Gottesdienst: Die beiden gaben zum Abschluss des Abends ein Konzert mit Musik von Johann Sebastian Bach. Rund 120 Personen waren zu dem Festgottesdienst gekommen und ließen sich danach vom Bezirkskantor über die Orgel informieren.

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