Ortsbeirat Reichenbach mehrheitlich gegen Windräder

Gute Aussicht: Den Blick auf den Eisberg in Reichenbach ohne Windräder will der Ortsbeirat auf jeden Fall erhalten. Foto: Röß

Reichenbach. Ortsbeiräte des Hessisch Lichtenauer Stadtteils sprechen sich gegen den geplanten Bau der Windkraftanlagen aus.

Dem Bauantrag zweier Firmen, auf dem Eisberg nahe Reichenbach einen Windpark mit bis zu vier Anlagen zu errichten und zu betreiben, hat der Ortsbeirat des Lichtenauer Stadtteils eine Absage erteilt: Vier stimmten in ihrer jüngsten Sitzung dagegen, einer enthielt sich.

Bereits 2013 hatte der Ortsbeirat in einer Stellungnahme den Bau der Windräder abgelehnt, nachdem das Regierungspräsidium (RP) Kassel auf dem 583 Meter hohen Eisberg 37 Hektar Fläche in das Verzeichnis für Vorranggebiete zum Bau von Windrädern aufgenommen hatte. Der Stellungnahme waren die Stadtverordneten gefolgt und hatten den Bau abgelehnt.

Trotzdem hatte das RP seine Untersuchungen fortgesetzt und anhand der Ergebnisse das Vorranggebiet 2016 in den endgültigen Teilregionalplan Energie aufgenommen. Daraufhin haben die Firmen Ventotec und EAM Natur Ende Februar den Antrag auf Errichtung und Betrieb eines Windparks auf städtischer Fläche eingereicht. Nun sind die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Freitag erneut gefordert, und wieder hofft Ortsvorsteherin Birgit Osigus-Koch, dass die Abgeordneten wie vor vier Jahren dem Votum des Ortsbeirats folgen und den Bau erneut ablehnen.

Als Argumente führt sie den Verlust von Wohnqualität sowie Aspekte des Naturschutzes an. Reichenbach werbe touristisch mit der Ruhe im Ort - damit sei es angesichts der geringen Distanz nach dem Bau der Anlage bei entsprechender Windrichtung vorbei, verweist Osigus-Koch auf den Geräuschpegel der Rotorblätter. Hinzu komme, dass die Windräder bei tief stehender Sonne vom Spätherbst bis ins Frühjahr Schlagschatten Richtung Ort werfen.

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