Besuch in Belgien

Gedenken an Ersten Weltkrieg: Treffen von Dessel und Hess. Lichtenau 

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Stilles Gedenken am Grab von Willi Werner auf dem Soldatenfriedhof Lommel: (von links) Bernd Spaar, Michael Heußner, Andreas Merkel und Julian Becker. 

Dessel/Hessisch Lichtenau. Schier endlos ist die Reihe der Kreuze auf dem deutschen Soldatenfriedhof Lommel in der Nähe von Dessel in Belgien.

Er ist die letzte Ruhestätte für fast 38.560 Gefallene des Zweiten Weltkrieges und 542 aus dem Ersten Weltkrieg. Er wird vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge betreut.

Im Grab 425 P16 hat Willi Werner seine letzte Ruhestätte gefunden. Der am 15. Juni 1915 in Hessisch Lichtenau geborene Stabsgefreite war am 27. November 1944 gefallen. Bürgermeister Michael Heußner und Bernd Spaar, der sich seit langer Zeit mit dem Schicksal gefallener Soldaten beschäftigt, legten einen Blumenstrauß nieder. 

Das 50-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen der flandrischen Gemeinde Dessel und Hessisch Lichtenau soll 2021 groß gefeiert werden – und zwar in Belgien, denn dort wird in diesem Jahr auch die 750-Jahr-Feier der Gemeinde begangen.

Beim Treffen der Partnerschaftsausschüsse beider Kommunen war man sich über diese Regelung einig. Wie die Jubiläen gefeiert werden, ist noch nicht sicher. Als Termin wurden Juli oder August ins Auge gefasst. Gerne würde man wieder eine große Fahrradtour von der Losse nach Dessel veranstalten. Dem gebürtigen Retteröder und in Dessel ansässigen Helmut Riemenschneider – Gründer und Motor der Partnerschaft – ist das ein Anliegen.

Als Problem benannten beide Seiten, dass die Schultern, auf denen die Partnerschaft inzwischen liegt, alt geworden seien. Jüngere Leute, die sich dem europäischen Gedanken verbunden fühlen, werden dringend gesucht. Das große Jubiläum, so sahen es Michael Heußner und sein belgischer Bürgermeisterkollege Kris van Dijck, sei eine große Chance.

Wie immer zeigten sich die Belgier als gute Gastgeber. „Wir haben gegen viele gekämpft, auch gegen die Deutschen, und sind froh über ein friedliches Europa“, hatte Dessels Bürgermeister Kris van Dijck zu Beginn der sonntäglichen Wanderung am Kanal Dessel–Schoten gesagt. Denn diese führte zu Bunkern, um die 1940 heftig gekämpft worden war.

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