Pensionierter Lehrer fotografiert die Natur im Kreis

Hobby-Fotograf aus Leidenschaft: Rolf Günther zeigt eins seiner Lieblingsmotive, das blaue Hasenglöckchen aus England. Im Hintergrund ist ein Bild vom Meißner-Vorland zu sehen. Foto: Metzler

Hessisch Lichtenau. „Ohne Leidenschaft, kein gutes Bild" ist das Motto von Hobby-Fotograf Rolf Günther aus Hessisch Lichtenau. Der pensionierte Lehrer hält am liebsten die nordhessische Natur in seinen Aufnahmen fest.

Angefangen hat alles im Urlaub auf Norderney. Den verbrachte Günther als Kind mit seiner Tante auf der Insel. Schon damals bewunderte er dort die ausgestellten Bilder der Fotografen in den Schaufenstern. Anschließend bekam er seine erste Kamera geschenkt, eine braun polierte Aqua.

Aber erst vor 16 Jahren begann der pensionierte Lehrer sich sehr intensiv mit der Naturfotografie zu beschäftigen. Der Auslöser hierfür war ein tragisches Ereignis. „Meine Tochter starb. Plötzlich war alles anders. Ich habe versucht, die Welt um mich herum neu zu entdecken“, erzählt Günther. Die Natur-Fotografie habe ihm geholfen, den natürlichen Kreislauf des Lebens wieder wahrzunehmen, vom Erwachen im Frühling bis zum Absterben im Herbst. Sie war ein Teil seiner Trauerarbeit.

Daraus hat sich eine starke Leidenschaft für Motive aus der Pflanzenwelt entwickelt. Aber auch historische Gebäude seiner Geburtsstadt Hessisch Lichtenau finden sich auf den Bildern wieder. Die fotografiert der ehemalige Sport- und Englischlehrer auch gerne mit einem Segelflieger aus der Luft. „Das Fliegen ist ein weiteres Hobby von mir.“

Die Motive von Rolf Günther sind in der Region bekannt. Für die Stadt Hessisch Lichtenau hat er bereits Postkarten und einen Kalender kreiert. Ein weiteres Highlight in Günthers Laufbahn ist die Teilnahme an einem Fotografie-Wettbewerb unserer Zeitung. Sein Foto wurde unter hunderten von eingesendeten Motiven als Januar-Bild für einen Kalender ausgesucht. Der ambitionierte Lichtenauer, der sich den Umgang mit der Kamera selbst beigebracht hat, ruht sich jedoch nicht auf seinen Lorbeeren aus. „Für mich ist es ein sich ständig wandelnder kreativer Entwicklungsprozess, den ich in meinen Bildern durchlebe.“

In Zukunft möchte er sich verstärkt in der Tier-Fotografie ausprobieren. „Dafür benötige ich allerdings ein gutes Tele-Objektiv, um die Fluchtdistanz wahren zu können.“

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