Roteichen, Weißtannen und Ahorne

Pflanzaktionen im Wald bei Hessisch Lichtenau nach Sturmschäden

Pflanzaktion: Laura Mengel (von links), Hubert Hering, Uwe Brückmann, Hermann Dilling, Förster Lothar Freund, und Reiner Petri beobachten, wie Förster Gert Snethlage und Bürgermeister Michael Heußner eine Roteiche pflanzen.
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Pflanzaktion: Laura Mengel (von links), Hubert Hering, Uwe Brückmann, Hermann Dilling, Förster Lothar Freund, und Reiner Petri beobachten, wie Förster Gert Snethlage und Bürgermeister Michael Heußner eine Roteiche pflanzen.

Der Wald im Bereich Breiter-Berg und Engels-Berg rechts der Landstraße von Hessisch Lichtenau stand im Mittelpunkt von gleich zwei Pflanzaktionen.

Hessisch Lichtenau - Die Auszubildenden der Dachdeckerinnung Nordhessen pflanzten 150 Weißtannen und Ahorne, der Kreisverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und die Stadt Hessisch Lichtenau schlossen ihre Pflanzaktion von 5000 Roteichen und Bergahornen, unterstützt von Bauhaus Vellmar, mit dem Einsetzen der letzten 16 Roteichen ab. Treffpunkt für beide Gruppen war der Parkplatz „Günsteröder Höhe“ unmittelbar an der Grenze zwischen den Kreisen Werra-Meißner und Schwalm-Eder.

Dort hatte der Melsunger Revierförster Erwin Heckmann die Gruppe der Dachdeckerinnung zunächst empfangen, bevor er dann den Konvoi von knapp einem Dutzend Fahrzeuge etwa drei Kilometer durch den Wald schleuste. Ziel war das mehrere Hektar große Gebiet, das dem Sturm zum Opfer gefallen war und neu aufgeforstet wird. Das Areal ist bereits rundherum durch ein Holzgatter gesichert, um die jungen Pflanzen vor dem Verbiss der Waldtiere zu schützen. Heckmann informierte die 17 Auszubildenden des ersten und zweiten Lehrjahres, die von Marion Mecke (Ausbildungsleiterin der Innung), Obermeister Joachim Schaumlöffel und Geschäftsführer Wolfgang Scholz begleitet wurden, zunächst zum Thema Wald, bevor er den Pflanzspaten in die Hand nahm und zeigte, worauf es beim Setzen der jungen Pflanzen ankommt. Daraufhin schwärmte die Gruppe unter dem Motto „Dachdeckerinnung begrünt Nordhessen“ aus und verteilte in den Freiräumen des Areals, wo in jüngster Zeit bereits einige Bäume gepflanzt wurden, die 150 Setzlinge.

Während die Dachdecker noch fleißig im Wald zu Gange waren, trafen sich am Parkplatz bereits Mitglieder der SDW und Hessen Forst mit Lichtenaus Bürgermeister Michael Heußner, um das von der Stiftung Bauhaus geförderte bundesweite Projekt, bis 2022 eine Million Bäume zu pflanzen, für den Bereich „Breiter-Berg“ abzuschließen. Über ein Mitglied der SDW konnte gleich im vergangenen Jahr der Kontakt zum Bauhaus in Vellmar hergestellt werden. Nachdem alle Formalitäten mit der Stadt geklärt und das 4,5 Hektar große Areal des Stadtwalds im Bereich „Breiter Berg“ zur Aufforstung ausgewählt war, stand auch die Anzahl der Bäume fest, die gepflanzt werden sollten: 4000 Roteichen und 1000 Bergahorne. Die 5000 Bäume sollten ursprünglich unter Mitwirkung von heimischen Bauhauskunden, Schulklassen und Vereinen gepflanzt werden, doch die Corona-Pandemie machte diesem Plan einen Strich durch die Rechnung. Zur Rettung der Aktion entschloss Revierförster Gert Snethlage, Forstunternehmer mit der Pflanzung zu beauftragen. Zum Abschluss der Aktion trafen sich nun die Beteiligten, um auch für die letzten 16 Roteichen einen geeigneten Standort am Wegesrand auszuwählen.

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