Gehalt laut Tarifvertrag

Pfleger aus dem Ausland: Team von Lichtenau e.V. wird von 42 neuen Kollegen verstärkt

Zum Entspannen nach der Arbeit können Keti Shapevska (von links), Monika Lozanovska und Xiaoting Cui einen Billardtisch in ihrer Unterkunft auf dem Mühlenberg nutzen.
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Zum Entspannen nach der Arbeit können Keti Shapevska (von links), Monika Lozanovska und Xiaoting Cui einen Billardtisch in ihrer Unterkunft auf dem Mühlenberg nutzen.

Hessisch Lichtenau – 42 ausländische Gesundheits- und Krankenpflegekräfte erwartet Lichtenau e.V. in den kommenden Wochen. Das teilt die Orthopädische Klinik in einer Presseerklärung mit.

Die neuen Mitarbeiter sollen nach einer Quarantänezeit ihre Arbeit auf dem Mühlenberg aufnehmen. Die Krankenpfleger kommen aus verschiedenen Balkanstaaten und aus Fernost. Sie sollen zum großen Teil in der Orthopädischen Klinik, aber auch im Pflegezentrum Fürstenhagen sowie im Zentrum für Integration beschäftigt werden. Damit sollen die vorhandenen Kollegen deutlich entlastet werden, heißt es in der Mitteilung. „Mit den personellen Verstärkungen sind wir in der Lage, unseren begonnenen Wachstumskurs effizient weiter fortzusetzen“, sagt Matthias Adler, kaufmännischer Vorstand.

Zuvor gilt es, die Neuankömmlinge einzuarbeiten. Zudem müssen ihre beruflichen Qualifikationen vom Staat anerkannt werden – eine Kommission des Regierungspräsidiums überprüft die in den Heimatländern erworbenen Abschlüsse theoretisch und praktisch. Bis zu einer Anerkennung werden die neuen Kollegen in der Krankenpflegehilfe eingesetzt. „Wir sind von den Fähigkeiten der neuen Mitarbeiter absolut überzeugt“, sagt Adler. Einige hätten sogar Hochschulabschlüsse.

Probleme mit der Verständigung sollte es keine geben, denn alle neuen Mitarbeiter haben mindestens den Sprachnachweis „B1/Pflege“, heißt es in der Mitteilung. Die Neuankömmlinge werden zunächst auf dem Mühlenberg untergebracht. Dafür wurden 19 Zimmer renoviert. Zum Eingewöhnen erhalten sie vertiefende Sprachkurse und Lehrgänge über deutsche Sitten und Gebräuche. „Dazu zählen auch Gänge zu Behörden, das Kennenlernen von Land und Leuten in Form von gemeinsamen Ausflügen und Alltägliches, wie richtige Mülltrennung“, erklärt Pfarrer Christian Peuckert, der theologische Vorstand. So hofft die Orthopädische Klinik auf eine langfristige Ansiedlung, damit die Mühen, neue motivierte und qualifizierte Mitarbeiter zu finden erfolgreich seien. Deswegen ist auch die Bezahlung wichtig: „Jeder erhält sein Gehalt laut Tarifvertrag“, so Adler.  

(Evelyn Ludolph)

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