Ältestes Kulturdenkmal Hessisch Lichtenaus

Ruine Reichenbach erhält hessische Denkmalplakette

Marco Lenarduzzi (links) und Hans Gold stehen vor der Ruine Reichenbach und halten zwischen sich die hessische Denkmalplakette in den Händen.
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Ausgezeichnet: Marco Lenarduzzi (links) und Hans Gold mit der hessischen Denkmalplakette.

Die Ruine Reichenbach, das mit mehr als 930 Jahren älteste Kulturdenkmal im Stadtgebiet von Hessisch Lichtenau, wurde jetzt mit der Denkmalplakette des Landes Hessen versehen.

Hopfelde/Reichenbach – Hans Gold, Schriftführer des Lichtenauer Geschichtsvereins, hatte das Schild am Samstag zum Treffen auf dem 522 Meter hohen Schlossberg im Wald zwischen Retterode und Reichenbach dabei. Zum Termin begrüßte er Forstamtsrat Marco Lenarduzzi, Geschäftsführer des Geo-Naturparks Frau-Holle-Land, sowie Peter Riemenschneider, Wolfgang Schröder und Gerold Kunert vom Burgverein Reichenbach, um die Plakette auf dem Turm in 13 Metern Höhe anzubringen.

Der Bergfried stammt aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Die Grafen von Reichenbach ließen auf dem Hügel, der etwa zweieinhalb Kilometer von Reichenbach entfernt liegt, aber zur Gemarkung Hopfelde zählt, eine Burg erbauen. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten mehrfach die Burgherren, bis die Burg gegen Ende des 15. Jahrhunderts an Bedeutung verlor. Teile der Anlage dienten von 1491 bis 1540 noch als Zehntscheune, zehn Jahre später ließ Kaiser Karl V. die Burg zerstören. Die zwei Türme wurden in Aufzeichnungen aus dem Jahr 1697 noch als unversehrt erwähnt, gut 120 Jahre später stürzte der Turm im Osten der Ringanlage ein. Zwischen 1899 und 1901 wurde der kleinere zum Aussichtsturm ausgebaut.

Mehrfach wurde der Turm renoviert, bevor sich der 1966 gegründete Burgverein den Erhalt des Bergfrieds zur Aufgabe machte. 2004 erhielt er eine neue Außentreppe, 2009 wurde ein Dach zum Schutz vor Witterung montiert. Am Mast flattert seither die hessische Fahne. (Lothar Röß)

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