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Ermittler nach Messerattacke in Hessisch Lichtenau: Kein versuchtes Tötungsdelikt

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Von: Caspar Felix Hoffmann, Emily Spanel

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Symbolfoto zum Thema Messerangriff und Gewalt.
Werra-Meißner-Kreis: Ein 38-Jähriger soll am Dienstagabend in Hessisch Lichtenau versucht haben, einen 50-jährigen rumänischen Staatsangehörigen zu töten. (Symbolfoto) © Ingo Wagner/dpa

Ein Streit zwischen zwei Männern in Hessisch Lichtenau ist eskaliert. Einer der beiden sticht auf den anderen und auf eine Frau mit einem Messer ein.

Update vom 28. Oktober, 10.40 Uhr: Nach zwei Messerangriffen in Hessisch Lichtenau gehen die Ermittler nicht mehr von versuchten Tötungsdelikten aus. Die weiteren Untersuchungen in dem Fall ergaben nach Angaben der Kasseler Staatsanwaltschaft vom Donnerstag (27. Oktober), dass der Verdächtige in beiden Fällen von einem Tötungsversuch zurückgetreten sei. Damit stehe nun allein der Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung im Raum.

Messerangriffe in Hessisch Lichtenau: Verdächtiger 38-Jähriger freigelassen worden

Ein 38-Jähriger soll am Dienstagabend (25. Oktober) bei einem Streit in der nordhessischen Stadt seine Ehefrau und einen Mann mit einem Messer schwer verletzt haben. Die 34-Jährige wurde mit einer Stichwunde an der Brust in eine Klinik gebracht, der 50-Jährige erlitt Verletzungen am Bauch. Die Ermittler gehen nach der Befragung von Zeugen davon aus, dass der 38-Jährige „aus freien Stücken“ von dem 50-Jährigen abgelassen hatte. Damit bestehe „dringender Grund für die Annahme“, dass der Beschuldigte strafbefreiend von dem Versuch der Tötung des Mannes zurückgetreten sei, erläuterte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ähnlich sei es im Fall der angegriffenen Ehefrau.

Der Verdächtige hatte sich widerstandslos festnehmen lassen. Haftgründe lagen aus Sicht der Staatsanwaltschaft nicht gegen ihn vor. Daher sei dessen Freilassung angeordnet worden.

Versuchte Tötung: Mann greift 50-Jährigen mit Messer an und sticht auf Ehefrau ein

Erstmeldung vom 26. Oktober: Ein 38-Jähriger soll am Dienstagabend (25. Oktober) in Hessisch Lichtenau versucht haben, einen 50-jährigen Mann zu töten. Das teilten die Staatsanwaltschaft Kassel und die Polizeidirektion Werra-Meißner am Mittwoch (26. Oktober) in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Nach der versuchten Tötung war umgehend im nordhessischen Raum sowie in den angrenzenden Bundesländern nach dem flüchtigen Tatverdächtigen gefahndet worden. Wie Jörg Künstler, Pressesprecher der Polizeidirektion Werra-Meißner, erklärt, wurde am Dienstagabend gegen 22.10 Uhr die Polizei alarmiert.

Werra-Meißner-Kreis: Streit eskaliert – Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Kassel

Über Notruf war zuvor mitgeteilt worden, dass in der Retteröder Straße in Hessisch Lichtenau ein Mann mit einem Messer verletzt worden sei. Als die Einsatzkräfte der Polizei am Tatort eintrafen, befand sich der 50-jährige rumänische Staatsangehörige bereits zur Erstbehandlung in einem Rettungswagen.

Wie sich im Verlauf der Ermittlungen herausstellte, war ein Streit des 50-Jährigen mit einem 38-jährigen Mann eskaliert. Letztgenannter habe mit einem Messer auf den 50-Jährigen eingestochen und ihn schwer im Bauchbereich verletzt.

Nach Attacke im Werra-Meißner-Kreis: Polizei konnte Mann festnehmen

Die 34 Jahre alte Ehefrau des mutmaßlichen Täters sei anschließend geflüchtet, sei aber durch den 38-Jährigen, der sie mit einem Auto verfolgte, eingeholt und in das Fahrzeug „gezerrt“ worden, teilt Jörg Künstler mit. Die Polizei löste daraufhin eine Fahndung nach dem Auto des 38-Jährigen aus und fahndete nach dem Flüchtigen.

Dem Sohn der Familie sei es letztlich gelungen, telefonischen Kontakt zu seinem Vater herzustellen, worauf dieser zum Tatort zurückkehrte und sich um 23.09 Uhr widerstandslos festnehmen ließ.

Mann greift Ehefrau in Hessisch Lichtenau an: Stichverletzung im Brustbereich der Ehefrau

Bei der 34-jährigen Ehefrau wurde ebenfalls eine Stichverletzung im Brustbereich festgestellt, die ihr der 38-Jährige während der Fahrt zugefügt haben soll. Das Tatmesser habe er während der Fahrt aus dem Autofenster geworfen – soweit die ersten Ermittlungen. Die 34-Jährige wurde durch den Rettungsdienst erstversorgt und wie der 50-Jährige auch anschließend in das Klinikum eingeliefert.

„Der Täter selbst wurde gestern Abend dem Polizeigewahrsam zugeführt“, sagt Dr. Andreas Poppe, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Kassel. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Regionale Kriminalinspektion der Polizeidirektion Werra-Meißner geführt. (Emily Hartmann/cas/dpa)

Zuletzt haben unbekannte in Hessisch Lichtenau eine Baustelle verwüstet.

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