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Polizei kontrolliert in Fürstenhagen: Kinder waren nicht angeschnallt

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Von: Evelyn Paul

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Aus einem zivilen Fahrzeug heraus misst Wachpolizist Holger Buchenau mit einem Handlasermessgerät die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer auf der Schulstraße in Fürstenhagen.
Aus einem zivilen Fahrzeug heraus misst Wachpolizist Holger Buchenau mit einem Handlasermessgerät die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer auf der Schulstraße in Fürstenhagen. © Evelyn Ludolph

Kurz nach sieben Uhr am Montagmorgen haben die Beamten an der Zufahrt zur Kindertagesstätte Forellenfänger im Hessisch Lichtenauer Stadtteil Fürstenhagen Position bezogen.

Fürstenhagen – Zum einen wollen sie kontrollieren, ob die Eltern ihre Kinder auf dem Weg zur Kita im Auto ordentlich angeschnallt haben. Zum anderen messen sie, ob sich die Verkehrsteilnehmer an die vorgeschriebenen 30 Kilometer pro Stunde auf der Schulstraße halten.

Unter dem Motto „Maximal mobil bleiben – mit Verantwortung und Schulwegsicherung“ findet als eine der Auftaktaktionen die Verkehrskontrolle in Fürstenhagen statt. Innerhalb von 14 Tagen widmet sich die Polizei landesweit schwerpunktmäßig den Hauptunfallursachen, die zu Unfällen mit „schweren Folgen“ führen, kündigt die Polizei ihre Verkehrsaktion „Schwächere Verkehrsteilnehmer“ an. So werden die Beamten auch im Werra-Meißner-Kreis bis zum Sonntag, 29. Mai, unter anderen in den Bereichen von Kindertagesstätten, Schulen und Seniorenwohnheimen die Verkehrsteilnehmer kontrollieren.

Dazu sitzt Polizist Holger Buchenau mit einem Handlasermessgerät in einem zivilen Fahrzeug an der Straße und misst die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Wagen. Bis auf einem Kilometer Entfernung kann das Gerät die Geschwindigkeit erfassen. „Ich kann aber nur Einzelfahrzeuge messen, weil der Laser durch die Scheibe hindurchgeht und dann eventuell das dahinter fahrende Auto messen könnte“, erklärt Buchenau.

Fünf Fahrer in zwei Stunden erwischt

Wer als zu schnell auffällt, der wird direkt kontrolliert. „Der schwarze Audi kommt mit 42 Kilometer pro Stunde“, tönt es dann zum Beispiel aus dem Sprechfunk der Kollegen. Die winken den Fahrer raus, erklären ihm sein Fehlverhalten und fordern gegebenenfalls ein Verwarnungsgeld.

Bis 9 Uhr müssen so fünf Fahrer zahlen, weil sie zu schnell unterwegs waren und einer war nicht angeschnallt. Aber auch unter den zur Kita fahrenden Eltern muss einer zahlen, weil das Kind hinten nicht angeschnallt war.

Verwarnung für Fahrer ohne Sicherheitsgurt

Der Blick nach dem Sicherheitsgurt ist den Beamten in Fleisch und Blut übergegangen. So fällt Polizist Andre Gorny auch auf der anderen Straßenseite ein Fahrer auf, der ohne Gurt unterwegs ist. Als er dann angeschnallt zurückkommt, wird auch er rausgewunken und zumindest freundlich auf den Sicherheitsgurt hingewiesen.

Neugierig werden die Polizisten nicht nur von den Autofahrern beobacht. Besonders die Kinder der Kindertagesstätte Forellenfänger stehen interessiert am Zaun und beobachten, was die Beamten da vor ihrer Kita machen. „Wir haben unseren eigenen Fan-Club“, freut sich Polizeihauptkommissar Frank Grubbe, Leiter des regionalen Verkehrsdienst. So nehmen sich die Polizisten auch kurz Zeit, um den Kindern die Aktion zu erklären.

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