Polnische und deutsche Gymnasiasten machen Kunst

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Drachen und mehr: Farbenfroh sind die Ergebnisse des Kunstprojekts an der Freiherr-vom-Stein-Schule Hessisch Lichtenau mit deutschen und polnischen Gymnasiasten.

Hessisch Lichtenau. Ohne die Sprache zu beherrschen, haben Jugendliche aus Polen mit Oberstufenschülern der Freiherr-vom-Stein-Schule in einem Kunstprojekt zusammengearbeitet.

Dass in der Kunst die Sprache eine untergeordnete Rolle spielt, stellte eine deutsch-polnische Schülergruppe an der Schule in Hessisch Lichtenau unter Beweis, indem sie gemeinsam in einem Projekt zum Thema „Wind und bewegte Objekte“ Kunstwerke entwickelte und gestaltete.

Das macht für Kunsterzieher Andreas Möller in dem Projekt mit dem Schwerpunkt auf Kunst und Kultur auch den Unterschied zu einem reinen Sprachaustausch aus: „In dem Kunstprojekt sehen wir eine Chance, nonverbal in irgendeiner Form zu kommunizieren, zumindest mit den Ergebnissen.“

Für die praktische Phase war die Verständigung untereinander unerlässlich, denn die Jugendlichen mussten sich darauf einigen, wer was macht. Da war das geschickte Agieren mit Händen und Füßen gefragt und damit ein ganz anderer Anreiz gegeben als bei einem Englisch- oder Französisch-Austausch.

Kunst spricht eigene Sprache

„Die Kunst spricht eine eigene Sprache“, davon ist auch die polnische Lehrerin Maria Cichy überzeugt, die ihre zwölf Schüler vom Gymnasium in Pleszewie, wo sie Kunstgeschichte und Deutsch unterrichtet, begleitet. Wie die Schülergruppe in der gemeinsamen Arbeit eine Sprache entwickelt, die ihnen helfen kann, ist für die Polin immer wieder spannend.

Das Ergebnis gibt den beiden Kunsterziehern Recht, denn zum Thema „Wind und bewegte Objekte“ hatten die Oberstufenschüler auch bei ihrem dritten Austausch nach der gemeinsamen Woche an der Freiherr-vom-Stein-Schule so manch interessantes Ergebnis vorzuweisen.

Große Drachen

In der Kategorie der Drachen war natürlich die chinesische Ausführung ein echter Blickfang. Auch wenn der zweieinhalb Meter große Papierflieger seine Flugfähigkeit nicht unter Beweis stellen konnte, in der dekorativen Gestaltung konnte er jedenfalls bei den kleineren Exemplaren mithalten.

Für die Drachen fehlte wie für die Windspiele, Fahnen und Flaggen bei der Demonstration am vergangenen Freitag die nötige Prise Wind, um sie richtig in Szene zu setzen. So hingen auch die Modekollektionen, eine Komposition aus leichten Stoffen mit Köpfen von Monet, brav am Bügel.

Dass nicht alle Arbeiten abgeschlossen werden konnten, stört nicht, denn im Juni wird die Lichtenauer Gruppe unter der Obhut von Lehrerin Claudia Seiler zum Gegenbesuch nach Polen reisen. Dort sollen sowohl begonnene Arbeiten zum Abschluss kommen, als auch neue Themen umgesetzt werden.

Von Lothar Röß

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