Prunksitzung der Lichtenauer Narren: Das Publikum jodelte mit

Da wird einem schon beim Zuschauen schwindlig: Eine Pyramide aus fünf Stufen hatten die Tänzerinnen und Tänzer der Mauerblümchen vom Lichtenauer Karnevalsverein bei ihrem eindrucksvollen Tanz „Hop Sen“ gebildet. Ganz oben links Sabine Kleffner, die Trainerin der Gruppe. Foto: Röß

Hessisch Lichtenau. Aus dem Häuschen waren die Narren bei der Prunksitzung des Lichtenauer Karnevalsvereins dank eines stimmungsvollen Programms - auch ohne die beliebten Zugaben.

Obwohl die Tanzgruppen in der Vorbereitung auf die fünfte Jahreszeit sogar spezielle zusätzliche Nummern vorbereiten, waren die am Samstagabend im Bürgerhaus ganz zur Enttäuschung der Aktiven nicht gefragt.

Mit Blick auf die Dauer der Veranstaltungen hatten sich die Verantwortlichen entschieden, die Zugaben zu streichen. Auch so dauerte es am Samstag bis nach Mitternacht, bevor der Tanz im kleinen Saal eröffnet wurde.

Eine einzige Ausnahme bei den Zugaben erlaubte sich das Lichtenauer Prinzenpaar selbst dann aber doch: Als Gesangsduo verzückten Manuela I. und Markus I. mit dem Hit von Roland Kaiser und Maite Kelly „Warum hast du nicht nein gesagt“ ihr Publikum dermaßen, dass alle Narren im Saal stehend mit einstimmten und so lange applaudierten, dass den beiden gar nichts anderes übrig blieb, als noch einen musikalischen Nachbrenner zu zünden. Mit „Hulapalu“, dem Hit des österreichischen Schlagersängers Andreas Gabalier, hatten sie den absoluten Volltreffer gelandet und bei jedem „Hodi odi ohh di eh“ im Refrain schien es im Saal von Mal zu Mal lauter zu werden.

Nur gut, dass Gabalier nicht für jedes „Hodi odi ohh di eh“ die Hand aufhält, das wäre für die Lichtenauer Karnevalisten am Samstag teuer geworden. Denn anstelle der Zugaben wurden nicht nur immer wieder karnevalistische Raketen gezündet, sondern auch der Gabalier-Refrain angestimmt. Die Stimmungsrakete des Österreichers wusste auch Prinz Ralf II. an der Spitze der Delegation der Narren vom Fürstenhagener Karnevalsverein zu schätzen. Doch weil die Narren aus der Nachbarschaft sich schon zuvor bei ihren Veranstaltungen des Refrains bedient hatten, stellte der Prinz klar: Wer hat’s erfunden - die Fürstenhagener.

Mit technischen Schwierigkeiten hatten Sabine Kleffner als Susi Sonnenschein und Günter Vogt als „ahler Lichtenauer bei ihren Auftritten in der Bütt zu kämpfen - bei beiden versagten die Mikrofone. Kein Wunder, dass Prinz Markus I. zum „Trullala“ auf die Technik aufrief, nachdem es endlich wieder klappte. Da der Schwerpunkt der Darbietungen jedoch im tänzerischen Bereich lag und die musikalischen Einspielungen ohne Probleme klappten, waren die kurzen technischen Störungen jedoch schnell vergessen.

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