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Bauarbeiten an Abwasserkanal in Quentel werden deutlich teurer

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Von: Lothar Röß

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Die Langenbachstraße (
Die Langenbachstraße ist so schmal, dass eine grundhafte Sanierung unumgänglich scheint. © Lothar Röß

Die Hoffnung der Anlieger an Quentels Langenbachstraße und Borngasse, der Abwasserkanal könne ohne eine grundhafte Sanierung der Fahrbahnen erneuert werden, hat sich nicht erfüllt.

Quentel – Trotz mehrerer Ortstermine mit Vertretern der Stadt ist nach Lage der Dinge die Baumaßnahme ohne Beiträge der Grundstückseigentümer nicht umsetzbar.

Das sei den meisten Grundstückseigentümern inzwischen auch bewusst, berichtete Felix Blumenstein, Ortsvorsteher des Lichtenauer Stadtteils, laut Protokoll in der jüngsten Sitzung. Um die betroffenen Anlieger frühzeitig über die geplante Ausführung sowie die damit verbundenen voraussichtlichen Kosten zu informieren, plädiert das Gremium dafür, im laufenden Jahr weitere Planungs- und Beratungskosten für ein Ingenieurbüro bereitzustellen.

Außerdem soll eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe der geplanten Kosten für die Straßenbaumaßnahme in den Haushalt von 2023 eingestellt werden. Bislang sind im Haushaltsplan 2021 Auszahlungen in Höhe von 390.000 Euro für Baumaßnahmen beider Straßen im Ansatz von 2020 berücksichtigt.

Zur komplizierten Situation der geplanten Straßensanierung nahm Bürgermeister Michael Heußner als Gast der Sitzung detailliert Stellung. Laut Protokoll stellte er die beiden möglichen Ausbauvarianten, die reine Sanierungsmaßnahme und die grundhafte Sanierung, gegenüber.

Während bei der ersten Variante der Straßenbelag lediglich in der Breite des späteren Grabens eingeschnitten wird, nach dem Ausheben, Verlegen der Leitungen und anschließendem Verfüllen die Fahrbahndecke lediglich bis an die Ränder angeglichen wird, fällt bei der zweiten Variante die komplette Sanierung der Fahrbahn einschließlich der beiden seitlichen Rinnen an. Die Kosten dafür würden im zweiten Fall auf die Anlieger umgelegt.

Aufgrund der geringen Straßenbreiten habe Heußner seine Bedenken zur beitragsfreien, reinen Sanierungsmaßnahme geäußert.

Würde mit der für die Anlieger vermeintlich günstigeren Variante begonnen, sich während der Maßnahme dann aber herausstelle, dass die angrenzenden Straßen- und Rinnenbereiche nicht erhalten werden können, käme die grundhafte Sanierung zum Tragen.

Anders, als hätte man sich gleich für diese Variante entschieden, könnten die Anliegerbeiträge durch die aufwendigen Vorarbeiten höher ausfallen.

Zudem sei zu befürchten, dass beide Straßen über Monate oder Jahre geschottert bleiben. Die Erneuerung des Kanals sei aufgrund der starken Schäden seit Längerem als dringlich eingestuft, sodass Heußner nicht ausschloss, die Sanierung könne behördlicherseits auch angeordnet werden. (Von Lothar Röß)

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