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Volkrocker Rauhbein geben Konzert zum CD-Debut

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Von: Nicole Demmer

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Stimmstarker Auftritt: Henry M. Rauhbein animierte mit seiner Band das Publikum von der ersten Minute an zum Mitsingen, -hüpfen und -tanzen.
Stimmstarker Auftritt: Henry M. Rauhbein animierte mit seiner Band das Publikum von der ersten Minute an zum Mitsingen, -hüpfen und -tanzen. © Tatjana Begrar/Vollgas Richtung Rock/nh

Die Folkrock-Band Rauhbein gibt ein umjubeltes Konzert zum CD-Debut.

Eschwege/Velmeden – Kann der Boden der Eschweger Stadthalle vibrieren? Klare Antwort: ja. Vor allem, wenn knapp 500 Folkrock-Fans zusammenkommen, um die erste CD-Veröffentlichung einer neuen Band zu feiern. So geschehen am Freitag beim Album-Release-Konzert der Folkrocker Rauhbein rund um den aus dem Hessisch Lichtenauer Ortsteil Velmeden stammenden, gleichnamigen Sänger.

Schon als das Intro losgeht und die fünf Musiker die Bühne betreten, schallt ihnen Jubel entgegen. Ist es doch – obwohl rund 25 Kilometer fern der Heimat – quasi ein Heimspiel für die Band, denn der Fanclub hatte zwei Busse organisiert, um knapp 100 Familienmitglieder, Freunde und Bekannte in die Kreisstadt zu bringen.

Und nicht nur die sorgen für Stimmung. Augenscheinlich haben auch Fans von D‘Artagnan den Weg nach Eschwege gefunden, um die Band zu feiern, die im Frühjahr als Support mit den Mittelalter-Rockern auf Tour war. Genau wie bei diesen Konzerten hielten viele Besucher am Freitag bei „Dublin“ und „MollyMcgee“ grüne Kleeblätter in die Luft, um die Hommage von Rauhbein an die grüne Insel Irland auch optisch zu unterstützen. Rote Herz-Ketten hingegen schweben beim Liebeslied „Bei Dir“ in der Luft. Zum ersten Mal gab es diese Fan-Aktion beim Konzert in Hannover, erinnert sich Henry und sagt augenzwinkernd, „da merkt man erst einmal, was man angerichtet hat“.

Die fünf Bandmitglieder danken es den Besuchern, indem sie einen Gassenhauer nach dem anderem abbrennen – und sich auch nicht zu schade sind, einen kleinen Fehler einzugestehen. Etwa als Sänger Henry M. Rauhbein vollmundig ein noch nicht erschienenes Lied ankündigt, weil die erste CD mit 44 Minuten Spielzeit nicht für ein ganzes Konzert ausreicht – es folgen im Laufe des Abends aber dann doch drei neue Stücke, die schon einen Vorgeschmack auf das zweite Album geben. Nur um von Emanuel Wallat, der für den eigentlichen Bassisten Olli Schmidt eingesprungen ist, dezent darauf hingewiesen zu werden, dass erst ein anderes Lied ansteht. Trocken kommentiert Henry das mit: „Emu sieht nicht nur schön aus, er kann auch die Setlist lesen.“

Auf eben dieser stehen vor allem rockige Songs, aber auch ruhigere Lieder wie „Zieh mit den Wolken“, das Henry für sein Kind geschrieben hat.

Echtes Irland-Gefühl kommt auf, als Geiger Justin Ciuche und Gitarrist Godi Hildmann zu Beginn der Zugaben ein Solo zum Besten geben, bei dem die Beine nicht stillstehen und man sich am Lagerfeuer an der irischen Küste weht.

Mit „Steh wieder auf“ verabschieden sich Rauhbein von der Bühne, um kurze Zeit später in die Menge einzutauchen und die verdienten Glückwünsche für die Debut-CD in Empfang zu nehmen. (nde)

Foto: Tatjana Begrar/Vollgas Richtung Rock/nh

Wahrlich rauhbeinig wirkt Henry auf dem CD-Cover.
Wahrlich rauhbeinig wirkt Henry auf dem CD-Cover. © Rauhbein

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