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Show in Hessisch Lichtenau nimmt Besucher in die Ur-Zeit mit

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Von: Christoph Cortis

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Begegnung mit einem Dino: Der fünfjährige Anton streichelt das soeben geschlüpfte Tier, das ihm Ian Walker entgegen hält.
Begegnung mit einem Dino: Der fünfjährige Anton streichelt das soeben geschlüpfte Tier, das ihm Ian Walker entgegen hält. © Chris Cortis

Ganz behutsam legt Anton seine Hand auf den Kopf des Tieres. Dann gibt es von dem Fünfjährigen aus Großalmerode Streicheleinheiten für den kleinen Dino. So geschehen am Sonntag (11.12.2022) während einer Dinosaurier-Show im Bürgerhaus von Hessisch Lichtenau.

Hessisch Lichtenau – Wie kurz berichtet, war dort mit zwei Vorstellungen ein vierköpfiges Familienunternehmen aus dem baden-württembergischen Heilbronn zu Gast, um die Besucher in eine Zeit mitzunehmen, in welcher der Mensch noch keine Mode war. Konkret war das vor 65 Millionen Jahren und früher, als die Dinosaurier unseren Planeten bevölkerten, der damals noch weitgehend eine Wasserwüste war mit einem Pegelstand, zum Teil 170 Meter höher als heute.

Bei Antons kleinem Dino handelt es sich um ein gerade erst geschlüpftes Tier mit der zerbrochenen Eischale noch unter dem Leib.

Wie sich das denn angefühlt habe? „Etwas hart“, sagt der Fünfjährige, auf dem Schoß seiner Mutter Claudia Ullmann sitzend. Was weiter nicht verwundert: Am liebsten streichelt Anton nämlich Schafe.

Unterdessen besteigt im Foyer des Bürgerhauses die neunjährige Lina aus Großalmerode ein Prachtexemplar von einem Dino. Ihr Kommentar zum ersten Ritt auf diesem Tier: „Es war ein bisschen langsam.“ 16 dieser computergesteuerten und lebensecht animierten Urviecher hatten Anja Herold und ihr Mann James mit in die Lossestadt gebracht, darunter auch den mächtigen Tyrannosaurus Rex, der mit seinem kräftigen und meterlangen Schwanz erst mal einige Stühle durch den Saal fegte.

Schlange stehen hieß es für Jung und Alt, als das Dreihorngesicht - in der Fachsprache: Triceratops – die Bühne beherrschte. Jeder wollte mal eines der Hörner auf dem Haupt oder der Nase des Tieres mit seinem markanten Nackenschild berühren.

Zwischendurch erfuhren die Besucher, dass es einst neben den furchterregenden und fleischfressenden Dinos mit seinen scharfen Zähnen auch eher zahme Tiere gegeben hatte, die sich mit stumpfem Kauwerk von Blättern ernährten. Das Heilbronner Unternehmen, in zweiter Generation geführt, hatte seine Brötchen zunächst mit einem Puppentheater verdient, ehe es auf die Dinosaurier umsattelte und gegenwärtig in Hessen und Thüringen unterwegs ist. Schwere Zeiten habe die Familie hinter und vor sich, erinnert Anja Herold an die Pandemie- und die Energiekrise. Nächste Station ist Bad Salzungen im thüringischen Wartburgkreis.

Am 26. Dezember ist die Dinosaurier-Show in Eschwege zu sehen.

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