Kreischen für die Beatles: Showtheater Schreckschuss begeisterte mit 60er-Jahre-Revue

Viel Pilzköpfe sorgen für den richtigen Beat: Die Mitglieder des Schreckschuss Showtheaters schlüpften in Hessisch Lichtenau in verschiedene Rollen – zum Beispiel in die der Beatles. Foto: Röß

Hessisch Lichtenau. Die Beatles auf der Bühne in Hessisch Lichtenau, kein Mensch hätte das je für möglich gehalten! Das Schreckschuss Showtheater hatte es jedoch mit seiner musikalischen Zeitreise durch die 1960er Jahre geschafft, im Bürgerhaus nicht nur die Beatles wieder aufleben zu lassen.

Es präsentierte in einem mehrstündigen Programm die Hits zahlreicher weiterer Stars aus dieser Zeit live.

„Die Älteren im Saal werden sich erinnern und die Jüngeren sich wünschen, dabei gewesen zu sein“, hätte es Moderator Gerhard Teuber, ganz im Stil der 60er Jahre im Glitzer-Sakko, treffender nicht formulieren können, als er das Duo Simon und Garfunkel ankündigte. Im Saal hätte man buchstäblich eine Stecknadel fallen hören können, als die Bandmitglieder Ecki Kisch (mit blonder Perücke) und Markus Bartke „The Sounds of Silence“ spielten. Und als die beiden dann auch noch „Mrs. Robinson“ zum Besten gegeben hatten, war’s mit der Ruhe im Saal vorbei. Pfiffe vor Begeisterung, euphorisches Klatschen und Zugabe-Rufe erfüllten den Raum.

Kein Halten bei den Beatles

Die Lautstärke im Saal wurde allenfalls noch überboten, als Teuber die Beatles als größte Komponisten mit den meisten Nummer-1-Hits angekündigt hatte. Um vor allem die weiblichen Besucher im Saal aus der Reserve zu locken, hatte der Tontechniker das hysterische Gekreische der Mädchen bei einem Auftritt der Liverpooler Band von damals ebenso live eingespielt wie eine Originalansage von 1963. Auch wenn das Gekreische im Saal dem Originalton aus den 1960er-Jahren nicht mithalten konnte, so bescherte es den vier „Pilzköpfen“ von Schreckschuss doch einen herzlichen Empfang auf der Bühne. Mit Titeln wie „She loves you“, „Eight days a week“, „A hard day’s night” und „Rock’n’Roll Music” hatte die Band einmal mehr an diesem Abend die Begeisterung im Saal geweckt und bei der Mischung aus Mitsingen, Jubeln, Klatschen und Pfeifen konnte vielleicht einen Eindruck davon gewinnen, wie ein Konzert der Popband sich seinerzeit gefühlt haben muss.

Insgesamt ein sehr unterhaltsamer Abend, bei dem die Sketche mit Heinz Ehrhardt ebenso zur Belustigung beitrugen wie die zahlreichen lustigen Einlagen, bei denen sich die Künstler auch selber auf die Schippe nahmen.

Von Lothar Röß

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