Arbeit wartet genug auf sie

Sie sind das neue Führungsduo der Feuerwehr Hessisch Lichtenau

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Neues Führungsduo: Steffen Rödel (links) hat wieder das Amt des Stadtbrandinspektors übernommen. Sein Stellvertreter ist Sven Schönemann. 

Hessisch Lichtenau. Ruhe in die Feuerwehr bringen, das ist der erste Grund, den Steffen Rödel nennt, warum er das Amt des Hessisch Lichtenauer Stadtbrandinspektors wieder übernommen hat.

Immerhin hatte er die Position im Oktober 2017, nach nur gut einem Jahr zusammen mit seinem damaligen Stellvertreter Stefan Kuhner abgegeben.

Die Situation sei seitdem verfahren gewesen, erklärt Rödel. Es habe ihm leidgetan, dies zu sehen. Zwischenzeitlich hatten sein Nachfolger, Falk Klingbeil, und dessen Stellvertreter, Timo Imdahl, um Entbindung vom Amt gebeten.

Viele hätten ihm gesagt: „Es wäre gut, wenn Du es machst“, berichtet Rödel. Endgültig entschieden habe er sich aber erst eine halbe Stunde vor der Aktiven-Versammlung im Juni, während der er gewählt wurde. Auch, um seinen Vorgänger Falk Klingbeil zu entlasten, der als hauptberuflicher Gerätewart der Lossestädter Wehr genug zu tun habe. „Wir haben gesagt: Bevor eine Lücke entsteht, springen wir ein.“

Unbefangen ins neue Amt

Wir, das ist neben Rödel sein Stellvertreter Sven Schönemann. „Ich habe im März meinen Zugführer-Lehrgang gemacht, daher haben die Voraussetzungen gepasst“, sagt er. Über Gespräche kam er auf die Idee, sich als Stellvertreter zur Verfügung zu stellen. Stellvertreter ist er auch in seinem Heimatort Fürstenhagen, dort im Amt des Wehrführers. Und das schon seit sechs Jahren.

Das neue Amt gehe er ganz unbefangen an, berichtet Schönemann. Von Vorteil sei aber auf alle Fälle, dass Rödel sein Amt schon einmal innehatte. Zudem sei ihm von vielen Kameraden zugesagt worden: „Wir helfen Dir.“

Einen weiteren Brandschützer, der als weiterer Stellvertreter zur Verfügung stünde, sobald die Satzung entsprechend geändert ist, gibt es auch schon. Den Namen wollen Rödel und Schönemann noch nicht verraten, falls sich noch weitere Kandidaten finden sollten.

Genügend Arbeit

Aber: „Es ist ein Wehrführer.“ Kürzlich gab es ein Treffen des Arbeitskreises Feuerwehr, um die Satzung zu besprechen. „Mit einem dritten Mann lässt sich die Arbeit auf mehr Schultern verteilen“, betont Schönemann.

Und Arbeit wartet genügend. Zuallererst die anstehende Beschaffung von vier Großfahrzeugen – für jedes ist eine Ausschreibung von mehreren hundert Seiten nötig, in denen jedes benötigte Detail beschrieben wird, erklärt das Führungs-Duo. Und auch sonst ist ihre Aufgabe in der Feuerwehr nicht mehr retten, löschen und bergen, sondern eher am Computer, bei der administrativen Arbeit: Es heißt, Dienste und Anschaffungen zu planen und Lehrgänge zu koordinieren.

Auch die Autobahn macht Arbeit. „In jedem Tunnel steckt Technik, die wir im Ernstfall bedienen müssen, das nimmt für Schulungen viel Zeit in Anspruch“, berichtet Rödel. Momentan werde eine große Übung für den Tunnel Küchen geplant. Ideal wäre, so die Feuerwehrmänner, wenn es zum Beispiel eine Tunnelwehr gäbe, die kleine Fälle übernimmt und die Freiwillige Feuerwehr nur bei Großlagen dazu kommt.

Und die Probleme, wegen denen Rödel im Oktober 2017 zurückgetreten war? Die habe es nie innerhalb der Feuerwehr oder mit der Verwaltung gegeben, betont er. Es habe Abläufe in der Verwaltung gegeben, „die nicht so waren, wie wir sie uns vorgestellt haben.“ Damit es aber klappe, einen Betrieb wie die Feuerwehr mit 260 Personen ehrenamtlich zu führen, müsse es einfach rund laufen. Dafür soll es nun Gespräche geben. 

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