Container und Schneemobil sind vor Ort

Erwarteter Besucheransturm auf Hohem Meißner: DRK steht für den Notfall bereit

Sie stehen für den Notfall bereit: Chris Kornmüller (von links) , André Marczyk, Lennart Nobis Johanna Bernhardt und Sven Ochmann vom DRK.
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Sie stehen für den Notfall bereit: Chris Kornmüller (von links) , André Marczyk, Lennart Nobis, Johanna Bernhardt und Sven Ochmann vom DRK auf dem Hohen Meißner.

Mehr Sicherheit soll es am Wochenende auf dem Hohen Meißner geben. Das DRK ist das ganze Wochenende vor Ort. Wir haben das Team vorab besucht.

Hoher Meißner – Die Zusammenarbeit der Rettungskräfte bei der Versorgung von zwei Verletzten am vergangenen Wochenende hat super geklappt, sagt André Marczyk vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Aber: Die Anfahrt war „anteilig eine Katastrophe“, erklärt sein Kollege Sven Ochmann. Wegen wild parkender Autos musste er zeitweise aussteigen und den Fahrer des Rettungswagens einweisen. Damit das nicht wieder passiert, ist das DRK an diesem Wochenende mit einem Team direkt am Naturfreundehaus vor Ort.

Erwünscht ist, dass das DRK an allen Wintersport-Tagen auf dem Hohen Meißner präsent ist, sagt Johanna Bernhardt. Allerdings fehlt dafür eine feste Unterkunft. Die haben sie sich jetzt mitgebracht in Form eines Containers. Der wird sonst bei mehrtägigen Veranstaltungen wie dem Open Flair eingesetzt und enthält alles, was auch in einem Rettungswagen zu finden ist – vom Pflaster bis zum Defibrilator. So können nicht nur kleinere Blessuren behandelt werden, sondern auch Menschen mit schweren Vorfällen wie etwa einem Herzinfarkt so lange versorgt werden, bis der Rettungsdienst da ist.

Ebenfalls mit dabei haben die Ehrenamtlichen einen kleinen Flitzer, mit dem sie auf den Wegen und Pisten schnell zum Einsatz fahren können. Sogar den Skihang schafft das Fahrzeug: „Ich habe es ausprobiert“, sagt Marczyk. Nur wenn es zwischen Bäumen zu eng werde, komme das Gefährt an seine Grenzen.

Ein hilfreiches Gefährt ist das Schneemobil des DRK. Es schafft jeden Hang.

Mal haben die Retter drei bis vier Einsätze am Tag, mal keinen, berichtet Bernhardt von den bisherigen Erfahrungen an Wintersport-Tagen. Zu wie vielen Hilfeleistungen es kommen kann, hänge auch von der Saison und dem Wetter ab, erklärt Marczyk. „Und wir rechnen wegen Corona damit, dass das Gefahrenpotenzial steigt, wenn jemand unerfahren mit dem Schlitten die Skihänge herunterfährt.“

Falls es zum Notfall kommt, haben die Rettungskräfte des DRK einen heißen Draht zur Polizei. Und sie appellieren an die Besucher des Hohen Meißners, die Rettungswege frei zu halten und Verständnis dafür zu zeigen, wenn sie mit dem Schneemobil fahren. „Ja, wir stören, es ist aber zu deren Sicherheit“, sagt Ochmann. Außerdem sollten die Besucher auf die Anweisungen der Einsatzkräfte ohne Diskussion hören, ergänzt Marczyk.

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