Im Februar 2014 gefasst

Spätes Urteil: 8,5 Jahre Haft für Vergewaltiger

Hessisch Lichtenau. Im November 1997 vergewaltigte ein Mann zwei junge Frauen, eine davon in Hessisch Lichtenau. Die Polizei fasste ihn im Februar 2014, nun wurde er verurteilt.

Hessisch Lichtenau. Der Zeitungsbericht über einen Mordprozess in Göttingen, bei dem eine 42 Jahre zurückliegende Tat verhandelt wird, brachte jetzt einen ähnlichen Fall in Erinnerung, der auch erst nach vielen Jahren aufgeklärt wurde: Im Februar 2014 wurde in Krefeld am Niederrhein ein Mann verhaftet, der im November 1997 zwei junge Frauen vergewaltigt haben sollte – in einem Fall in Hessisch Lichtenau.

Die Taten konnten dem heute 55 Jahre alten Verbrecher erst durch Zufall und nach Entdeckung und Entschlüsselung der DNA und Einführung der polizeilichen Datenbank nachgewiesen werden.

Über die Verhaftung des Krefelders hatte im Februar 2014 die HNA aufgrund einer Mitteilung der Polizei Werra-Meißner berichtet.

Mittlerweile ist das Urteil gegen den Vergewaltiger gesprochen, wie jetzt auf Anfrage von der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach zu erfahren war: Mitte Juni 2014 verurteilte das Landgericht Mönchengladbach den 55-Jährigen zu einer Gesamtstrafe von achteinhalb Jahren Gefängnis. Seit Ende September 2014, nachdem der Bundesgerichtshof die Revision verworfen hatte, ist das Urteil rechtskräftig.

Rückblick auf 1997: Das Opfer, das damals Schwesternhelfer-Schülerin in der Orthopädischen Klinik in Hessisch Lichtenau war, hatte am Abend des 25. November an der Bushaltestelle an der B 7 auf den Linienbus gewartet. Der Sittentäter hatte sich neben die 18-Jährige auf die Bank gesetzt, ein Messer aus der Jackentasche gezogen und ihr in die Seite gedrückt. Dann musste die junge Frau mit dem Mann zu einem Feldweg nahe des Viadukts, über das heute die Lossetalbahn fährt, gehen. Dort musste sich die 18-Jährige dem damaligen Polizeibericht zufolge entkleiden, dann vergewaltigte der nun im Gefängnis Sitzende die vor Angst Zitternde.

Rubriklistenbild: © dpa

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