SPD-Politiker Diederich und Renner wollen Bürgermeister in Hessisch Lichtenau werden

Hessisch Lichtenau. Zwei SPD-Politiker wollen den Chefsessel im Hessisch Lichtenauer Rathaus erobern:

Wie Stadtverbandsvorsitzender Frederik Geier im Gespräch mit unserer Zeitung mitteilte, gibt es mit Bernd Diederich und Steven Renner zwei sozialdemokratische Bewerber für die Bürgermeister-Kandidatur im März 2016.

Steven Renner

Die Kandidaten-Findungskommission des SPD-Stadtverbandes hatte einstimmig Steven Renner als Kandidaten vorgeschlagen, der auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament ist. „Die Kommission hält ihn für geeignet, um die SPD bei der Bürgermeisterwahl zu vertreten und in schwierigen Zeiten der Haushaltskonsolidierung neue Impulse für die Stadt setzen zu können“, sagte Geier.

Die Bewerbung Bernd Diederichs, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Quentel, kam anscheinend überraschend. Zwar hat es mehrere Interessenten für die Kandidatur gegeben, doch von seiten der SPD hieß es zunächst, keiner von ihnen wolle sich am weiteren Verfahren zur Aufstellung des SPD-Kandidaten beteiligen. Auch die AG 60 plus hatte sich schon auf Fraktions-Vize Renner festgelegt und zu einem Treffen mit „unserem Bürgermeister-Bewerber Steven Renner“ eingeladen.

Stadtverbandsvorsitzender Geier stellte noch einmal klar, dass die SPD in dieser neuen Situation keinen Kandidaten bevorzugen werde. „Der Stadtverbandsvorstand wird aufgrund dieser Entwicklung keine Wahlempfehlung zugunsten eines der beiden Bewerber abgeben.“ In der Delegiertenkonferenz im Juli wird es zu einer Wahl zwischen Renner, Diederich und gegebenenfalls weiteren Bewerbern kommen. „Alle Kandidaten werden sich in den Versammlungen vorstellen, so dass sich unsere Mitglieder ein Bild von beiden machen können.“

Bernd Diederich

Die Nachfolge des amtierenden Rathaus-Chefs Jürgen Herwig (SPD) muss früher geregelt werden als erwartet. Bereits im Vorjahr hatte Herwig bekannt gegeben, dass er seinen Schreibtisch vorzeitig räumen und zurücktreten wolle. Eigentlich war er im Januar 2012 zum dritten Mal für weitere sechs Jahre ins Rathaus gewählt worden - seine Amtszeit endet also offiziell erst im Jahr 2018.

Die Kommunalwahl sei aber, wie Herwig der HNA sagte, ein idealer Zeitpunkt,um sich aus dem Amt zu verabschieden, das er noch bis Juli oder August ausüben wolle. Durch die Zusammenlegung von Kommunal- und Bürgermeisterwahl könnten zudem Kosten gespart werden. „Das Amt des Bürgermeisters war mein Leben, ich habe aber auch gemerkt, dass ich an meine Grenzen komme und freue mich auf eine Zeit ohne Verpflichtungen“, sagte Herwig, der in der Vergangenheit auch immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.