Für größere Gruppenfeiern

Spülmaschine sorgt für Ärger: Kulturausschuss kündigt Vertrag mit Stadt für Gemeinschaftshaus Walburg

Das Dorfgemeinschaftshaus Walburg: Bei der Erneuerung der Küche wurden nicht die abgesprochene Spülmaschine eingebaut.
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Das Dorfgemeinschaftshaus Walburg: Bei der Erneuerung der Küche wurden nicht die abgesprochene Spülmaschine eingebaut.

Eine Geschirrspülmaschine im Dorfgemeinschaftshaus des Hessisch Lichtenauer Stadtteils Walburg sorgt für Ärger zwischen der Stadt und dem Kulturausschuss in Walburg.

Im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) in Walburg hängt der Haussegen schief: Der Kulturausschuss des Lichtenauer Stadtteils hat den Kooperationsvertrag mit der Stadt, in dem die Verwaltung der Einrichtung geregelt ist, gekündigt.

Walburg – Die Kündigung vom 28. September erfolgte wegen Unstimmigkeiten bei der Ausstattung der neuen Küche, die kürzlich eingebaut wurde. Jetzt fand die jüngste Sitzung des Ortsbeirats sogar in der Kirche statt. Wie es dazu kam, erklärte Ortsvorsteher Lothar Franke: Der Ortsbeirat hatte sich 2019 erfolgreich für die Erneuerung der DGH-Küche eingesetzt, 10.000 Euro waren dafür im Investitionsprogramm 2019 vorgesehen. Auf der Wunschliste der Gemeindevertreter stand neben Elektroherd und Kühlschrank auch eine Gastro-Spülmaschine. Die sollte ein effizientes Reinigen des anfallenden Geschirrs auch bei größeren Gruppenfeiern gewährleisten.

Anfang 2020 hatte Franke die Vorstellungen des Ortsbeirats zur Zusammenstellung der Küche vor Ort mit dem zuständigen Vertreter der Stadt besprochen, der auf Basis des Gesprächs den Plan erstellen wollte. Nachdem der Ortsvorsteher vier Monate lang nichts gehört hatte, hakte er nach. Dabei erfuhr er, dass in der Ausschreibung eine Spülmaschine mit Schnellgang vorgesehen sei. Das reicht nicht aus, waren sich die Mitglieder des Ortsbeirats einig. In der Vergangenheit hatten vor allem Gruppen über 50 Personen nicht nur die Dauer der Spülgänge, sondern auch deren Anzahl beklagt, die zur Reinigung des benutzten Geschirrs erforderlich waren. Nachdem auch ein Rückruf Frankes beim zuständigen Sachbearbeiter keine Änderung der Ausschreibung bewirken konnte, beschloss der Ortsbeirat im Einklang mit dem Kulturausschuss, den Kooperationsvertrag mit der Stadt zum Ablauf des Jahres zu kündigen.

Inzwischen wurde der Einbau der Küche ohne die gewünschte Gastro-Spülmaschine laut Aussage des Ortsvorstehers am 20. Oktober abgeschlossen, eine offizielle Rückmeldung sei jedoch noch nicht erfolgt, Stand 29. Oktober. Da Franke auch noch keine Informationen zur Verwendung des Saals unter Coronaregeln vorlagen – nach der achtmonatigen Schließung des DGH im vergangenen Jahr wegen der nahen Brücken- und Straßenbauarbeiten folgte in diesem Jahr das pandemiebedingte Aus – suchte der Ortsvorsteher für die anstehende Sitzung einen öffentlichen Raum. Der Idee, in die Kirche einzuladen, stimmte Pfarrer Dirk Rehbein zu. Das Gotteshaus ist seit der Sanierung ohnehin für unterschiedliche Arten der Nutzung ausgelegt und sogar mit einer Küchenzeile ausgestattet. (Lothar Röß)

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