Stadtverordnete beraten am am Freitag

Stadt Hessisch Lichtenau will  Jugendzentrum auf Freizeitgelände verlegen

+
Neue Räumlichkeiten: Die Holzkonstruktion (blau) zur Erweiterung des Jugendzentrums könnte entweder neben dem Heizcontainer (kleines gelbes Viereck), der auch das bestehende Gebäude beheizen soll, oder direkt gegenüber aufgestellt werden. 

Hessisch Lichtenau. Gibt es bald ein zentrales Jugendzentrum auf dem Gelände des ehemaligen Freibads in Hessisch Lichtenau? Darüber wollen die Stadtverordneten in ihrer nächsten Sitzung Ende der Woche in der Mehrzweckhalle in Hopfelde beraten.

Derzeit befindet sich nur das Sommerquartier der Jugendlichen auf der Freizeitanlage, die neben einer Multifunktionsfläche anstelle des ehemaligen Schwimmbeckens noch über eine Skaterbahn, einen BMX-Parcours und ein Beachvolleyballfeld verfügt und auf der die Ferienspiele stattfinden. Allerdings ist das Gebäude zu klein und aufgrund einer fehlenden Heizung bisher nicht das ganze Jahr über nutzbar.

Nachdem die Stadt Hessisch Lichtenau von der Firma Baresel ein Angebot erhalten hat, die zwei Holzkonstruktionen abzukaufen, die von den Arbeitern der Firma während des Autobahnbaus benutzt wurden, entstand die Idee, eine davon zu kaufen und auf dem Freizeitgelände aufzubauen. „Da die Firma in der Nähe keine weiteren Baustellen hat, lohnt sich ein Umzug der Gebäude wirtschaftlich nicht“, erklärt Robert Heckrodt vom Fachbereich Bauen, Wohnen und Umwelt der Stadt. Auch die Einlagerung sei für Baresel nicht rentabel.

Bei der Konstruktion handelt es sich laut Bürgermeister Michael Heußner um ein zweigeschossiges Gebäude mit 10 Mal 30 Metern, ähnlich einem großen Fertighaus. Über die Konditionen der Übernahme müsse noch verhandelt werden, vorerst stehen 20 000 Euro in der Kostenaufstellung. Allerdings habe die Firma signalisiert, dass es diesbezüglich noch Spielraum gebe. „In diesem Betrag enthalten wäre auch schon ein Heizcontainer, den die Firma dazu gibt und der beide Gebäude versorgen soll“, erklärt Heckrodt.

Für Kaufpreis, Bauantrag, Erdarbeiten, Anschlüsse, Bodenplatte, Umbau, Verrohrung, Heizkörper, Strom und Datennetzwerk, Dämmung der Fassade, Erneuerung der Böden, Planung, Gestaltung des Außengeländes und Unvorhergesehenes sind insgesamt knapp 320 000 Euro vorgesehen. „Für 600 Quadratmeter ist das ein Schnäppchen, ein Neubau würde mehr als eine Million Euro kosten.“ Zudem könne der Betrag durch Eigenleistung von Jugendlichen, Mitarbeitern des Bauhofs und der Verwaltung noch minimiert werden, sagt Heckrodt.

Ob in der Stadtverordnetenversammlung am Freitag das Projekt so schon beschlossen wird, ist allerdings noch unklar, denn es besteht die Möglichkeit, finanzielle Unterstützung zu erhalten. „Es könnte eine Förderung von bis zu 90 Prozent geben, für die der Antrag bis Ende April gestellt werden muss“, sagt Heckrodt. Dieser werde bis Ende Juni beschieden. Da der Umbau des Holzhauses inklusive der Verlegung der Leitungen zwei Monate dauere, könnte voraussichtlich Ende des Jahres dann mit dem Innenausbau begonnen werden.

Termin: Die Stadtverordnetenversammlung findet am Freitag, 2. Februar, ab 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle in Hopfelde statt. Weitere Themen sind die Einbringung des Haushalts, eine Änderung der Feuerwehrsatzung, die Verleihung einer Ehrenbezeichnung, die Wahl für den Abwasserbeirat, die Bewerbung für den Familientag sowie Änderungen von Bebauungs- und Flächennutzungsplan.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.