Stadt sucht Investor: Erste Entwürfe zur Sanierung der Siedlung Fröhlich+Wolff

Muss saniert werden: Die Werkssiedlung Fröhlich und Wolff in Hessisch Lichtenau. Foto: Röß

Hessisch Lichtenau. Die Stadt Hessisch Lichtenau hat in einer Informationsveranstaltung mögliche Entwürfe zur Sanierung des Gebietes Leipziger Straße/Werkssiedlung Fröhlich+Wolff vorgestellt und sie mit Mietern und Pächtern besprochen.

Laut Bürgermeister Jürgen Herwig gab es bereits Untersuchungen in dem Sanierungsgebiet.

Die Untersuchung

Laut Heike Brandt, Stadtplanerin des Büros akp, das den Auftrag zur Planung erhalten hat, besteht ein öffentliches Interesse an dem Erhalt der Siedlung, da sie eine gute Anbindung besitzt und zentral gelegen ist. In die Untersuchung fallen 93 Wohnungen, von denen 27 leer stehen. 159 Menschen leben dort. Laut Brandt geht es primär darum, einen Investor für das Gebiet zu bekommen. Findet sich keiner, kann auch nicht mit der Sanierung begonnen werden.

Der Entwurf

Als Entwurf sieht sie vor, dass auf den freien Flächen (in der Grafik schraffiert) weitere Häuser entstehen sollen. Die bestehenden Häuser sollen saniert werden. In der Mitte des Gebietes soll eine Grünfläche mit Spielplatz entstehen. Die Straßen sollen ebenfalls saniert werden, in der Rexinger Straße plant Brandt, einen Wendehammer und Parkplätze entlang der Straße zu schaffen. Herwig betonte, dass zwei der Häuser an der Leipziger Straße abgerissen werden, Rewe möchte sich auf der freien Fläche erweitern.

Die Probleme

Laut Herwig sei es schwierig, das Gebiet zu sanieren, da alle Häuser unter Denkmalschutz stehen, eine Außendämmung sei deshalb nicht möglich. Problematisch ist auch die Sanierung der Leitungen: Es ist nicht sicher, wie marode sie sind. „Es ist eine Katastrophe, wenn die Siedlung verkommt und kein Investor gefunden wird.“

Der Eigentümer

Der Eigentümer des Gebietes ist seit mehreren Jahren in der Insolvenz, Gläubiger ist seitdem die Sparkasse Werra-Meißner.

Die Zeitspanne

Stimmt das Parlament für den Entwurf, wird mit der Investorensuche begonnen. Bereits Anfang kommenden Jahres könnte bestenfalls mit der Sanierung begonnen werden. Abschluss des Großprojektes ist laut Brandt erst in etwa zehn Jahren. Mieter sollen während der Sanierung in bereits fertige Wohnungen umziehen.

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