Syrer singen für Senioren: Frühlingstreffen der Arbeiterwohlfahrt

Sie tanzten für die Senioren: Syrische Flüchtlinge traten beim Frühlingstreffen der Arbeiterwohlfrahrt Werra-Meißner im Bürgerhaus Hessisch Lichtenau auf. Foto: Röß

Hessisch Lichtenau. Zum ersten Frühlingstreffen der Arbeiterwohlfahrt Werra-Meißner (Awo) waren 300 Senioren am Sonntag ins Bürgerhaus nach Hessisch Lichtenau gekommen.

Kreisvorsitzender Günter Engel begrüßte Mitglieder aus dem gesamten Kreisgebiet zum ersten gemeinsamen Frühlingstreffen vor vollem Saal in der Lossestadt.

Ein buntes Programm mit Kaffee und Kuchen hatte Engel angekündigt und damit nicht zu viel versprochen. Und daran hatte Reichensachsen großen Anteil. Zunächst hatte der Fanfarenzug der Grundschule Wehretal unter der Leitung von Dieter Kirschner die Gäste mit Liedern zum Mitsingen unterhalten. Die Gruppe ist Teil der Jugendmusikgruppe des Fanfarenzugs Reichensachsen und das Ergebnis eines Musikangebots an der Grundschule Wehretal.

Die Reichensächser Dominanz machte im Anschluss die Akkordeongruppe aus dem Wehretaler Ortsteil komplett. Die Band „Melody“ war krankheitsbedingt auf ein Ein-Mann-Team geschrumpft, trotzdem wurden die Gäste bestens unterhalten und stimmten bei so manchem Musiktitel aus Böhmen mit ein.

Nach Kaffee und Kuchen, dazu die Live-Musik von „Melody“, wurde es laut im Bürgerhaus, worauf Vorsitzender Engel alle im Saal vorhereitet hatte. Eine Gruppe junger syrischer Männer aus der Eschweger Gemeinschaftsunterkunft brachte Folklore aus ihrem Heimatland auf die Bühne, sang und tanzte. Dazu spielten sie ihre landestypische orientalische Musik über die Musikanlage in einer Lautstärke ein, sodass Gespräche im Publikum vorübergehend nur schwer möglich waren.

Als letzte eroberte das Spaß-Duo „Julchen und Tinchen“ die Bühne, das so manchen Schwank aus seinem Leben erzählte und bestimmt so manchem im Saal aus der Seele sprach.

Unter den Ehrengästen waren auch Landrat Stefan Reuß und Bürgermeister Jürgen Herwig, der selbst Mitglied der Awo ist. Landrat Reuß hatte sein Grußwort diesmal angesichts der Erfolge der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) im Lande bewusst politischer gewählt und sich mit der Bemerkung: „Was 1933 passiert ist, darf nie wieder passieren“ den Beifall der Senioren verdient.

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