Unruhige Nacht: "Tiger" übten für Mali-Einsatz

Kampfhubschrauber kreisten nachts über Hessisch Lichtenau

Sie bereiten sich seit Wochen auf einen Einsatz im afrikanischen Mali vor: die Soldaten des Fritzlarer Kampfhubschrauber-Regiments 36. Sie sollen mit dem „Tiger“ Hilfe leisten. Archivfoto: Dellit

Hessisch Lichtenau. Eine unruhige Nacht haben viele Menschen in und um Hessisch Lichtenau hinter sich. Hubschrauber kreisten am Montag zwischen 18.30 Uhr und Mitternacht am Himmel, beunruhigten viele Einwohner und hielten sie vom Schlaf ab.

Jetzt klärte Oberstleutnant Remo Templin-Dahlenburg, Presseoffizier beim Kampfhubschrauberregiment 36 „Kurhessen“ in Fritzlar, das Rätsel auf: „Bei uns ist Nachtflug-Woche. Die Piloten des „Tiger“-Hubschraubers bereiten sich mit speziellen Szenarien auf den bevorstehenden Einsatz in Mali vor.“

Seit Wochen trainieren die Soldaten der Fritzlarer Georg-Friedrich-Kaserne für den Einsatz in dem afrikanischen Land. Geübt wird beispielsweise der Schutz eines Konvois aus der Luft. „Dafür müssen die Piloten in einem größeren Radius um die Fahrzeuge herum kreisen, sodass wir auch in die Nähe von Ortschaften kommen“, erläutert Templin-Dahlenburg. Nachtflüge müssen nicht angekündigt werden. Da sich die Hubschrauber beim Training taktischer Lagen aber länger in der Nähe von Ortschaften aufhalten, soll das künftig geändert werden.

Das Fritzlarer Regiment ist das einzige Kampfhubschrauber-Regiment der deutschen Streitkräfte. Damit die „Tiger“-Piloten in den Einsatz wie in Mali gehen dürfen, müssen sie vorab ein bestimmtes Kontingent an Übungsstunden absolvieren und nachweisen.

Am Dienstag fliegen die Piloten zwischen 20 Uhr und Mitternacht über Gilserberg, am Mittwoch im gleichen Zeitraum über Schwarzenborn (beide Schwalm-Eder-Kreis).

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