Zwei Städte räumen auf

Unwetter brachte Wassermassen: Die braune Brühe stand überall

Eher Tümpel als Pkw-Stellplatz: Das Foto zeigt die Tiefgarage der Praxisgemeinschaft Dippel / Mitze an der Poststraße in Hessisch Lichtenau. Fotos: zss

Hessisch Lichtenau / Großalmerode. Feuchte Keller, verwüstete Gärten, umgestürzte Bäume: Zwei Städte räumen nach dem Unwetter auf.

Nach dem schweren Gewitter mit Starkregen und Hagel am Freitag hatten die Bauhöfe der Städte am Wochenende viel zu tun. In Großalmerode war nach Auskunft von Bürgermeister Andreas Nickel Wasser in die Keller von Rathaus und Roter Schule gelaufen, wo die Heizungsanlagen installiert sind. Diese mussten auseinandergebaut und getrocknet werden, laufen mittlerweile aber wieder.

Darüber hinaus schwemmte der Regen vielerorts Schotter weg und verschlammte Grundstücke. „Die Aufräumarbeiten werden noch die ganze Woche dauern“, sagt Nickel. So müsse im Kindergarten beispielsweise der Sand im Buddelkasten ausgetauscht werden. Auch die Aufbereitungsanlage fürs Warmwasser im Panoramabad soll durch den Sturm beschädigt worden sein. Gesperrt ist darüber hinaus der Fußweg „Höhle“ zwischen Sparkasse und Raiffeisenbank. Hier hat nach Auskunft des Bürgermeisters der Regen das Pflaster gelockert, eine Reparatur sei nötig.

Auch die Filialen der Geldinstitute hatten mit den Fluten zu kämpfen. Laut Sparkassensprecher Ulrich Siebald drang Wasser in den Keller ein und ließ Stühle schwimmen. „Zum Glück ist der Schaden gering, da dort lediglich Büromaterial und keine Technik gelagert ist.“ Der Kundenverkehr sei nicht beeinträchtigt worden.

In Hessisch Lichtenau war vor allem die Poststraße den Fluten ausgesetzt. Wasser drang unter anderem in die Tiefgarage der Gemeinschaftspraxis Dippel/Mitze und in den Keller des Geschäfts „Mode-Freizeit-Sport“ ein, wo es Teile des Lagerbestands vernichtete. Das berichtet Stefan Schlegel, Sprecher der Lichtenauer Feuerwehr.

Starkregen und Hagel setzte in beiden Städten auch den Gärten, Haus- und Balkondächern zu. Teilweise bot sich ein Bild der Verwüstung: zerstörte Beete, aufgeplatzte Kirschen und abgeknickte Äste waren vielerorts zu sehen. Erwischt hat es auch die alte Linde auf dem Lichtenauer Kreuzrasen. „Eine Windböe hat in die Krone gegriffen. Dieser Wucht konnte der Baum nicht standhalten“, erläutert Ulrich Rodewald, Leiter des Fachbereichs Bauen, Wohnen und Umwelt.

Zum Glück sei die Linde in Richtung Holle-Park gefallen. Hier versperre sie zwar den Weg zur Tram-Haltestelle, stelle aber keine Gefahr dar. Die Feuerwehr konnte nichts ausrichten, da die Äste zu massiv waren. „Der Bauhof wird die ausgebrochenen Stellen nun abschneiden und entsorgen. Dann erhält die Linde einen Verjüngungsschnitt und kann aus dem intakten Stamm neu austreiben“, erklärt Rodewald.

Wasserfluten in Großalmerode und Hessisch Lichtenau

Viele Problemstellen hat der Lichtenauer Bauhof bereits beseitigt. Rodewald: „Bei dem Unwetter sind viele abgerissene Blätter und Äste auf der Straße gelandet. Das müssen wir aufräumen, weil sie eine Rutschgefahr sind.

Zusätzlich ist durch den Starkregen viel Unrat in die Gullis gespült worden und verstopft diese. Die wichtigsten Stellen haben wir schon gereinigt, beispielsweise in der Friedenstraße und in der Siedlung in Fürstenhagen.“ Weitere Einläufe sollen im Laufe der Woche folgen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.