Verwaltungswirtin Ursula Sauer will Chefsessel in Hessisch Lichtenau

Ursula Sauer

Hessisch Lichtenau. Sie könnte die erste Bürgermeisterin von Hessisch Lichtenau werden. Die neu gegründete Bürgerliste schickt die Diplom-Verwaltungswirtin Ursula Sauer ins Rennen um das Bürgermeisteramt am 6. März 2016.

„Mir liegt die Stadt wirklich am Herzen und deswegen möchte ich das machen“, sagt die 44-Jährige. Sie ist fest davon überzeugt, dass eine Frau an der Spitze der Verwaltung anders handeln würde als ein Mann. „Ich würde viel mehr auf das Team, Gemeinsamkeiten und Motivation setzen.“

Besonders wichtig ist ihr, das Verhältnis zwischen Politik und Bürgern zu verbessern. „Das steht auch bei uns im Wahlprogramm der Bürgerliste ganz oben“, betont Sauer. In Hessisch Lichtenau fehle es an Transparenz. „Die Stadtverordneten bekommen zum Teil nicht alle Informationen, um zu einer sachgerechten Entscheidung zu kommen“. Das will sie auf jeden Fall ändern.

Sauer hat eine langjährige Verwaltungserfahrung als Beamtin im gehobenen Dienst bei der Stadt Kassel. Zudem ist sie seit 1997 - eine Legislaturperiode hat sie wegen Kindererziehung ausgesetzt - Stadtverordnete in Hessisch Lichtenau. „Ich kenne also beide Seiten des Schreibtisches.“ Sollte die sie die Wahl gewinnen, würde Hessisch Lichtenau mal wieder von einer „Einheimischen“ regiert. „Lichtenau ist für mich eine sehr lebenswerte Stadt, das möchte ich gern rüberbringen“, betont sie.

Sauer ist parteiunabhängig. Sie hat zwei Kinder und ist verheiratet. Als Ziele für die Stadt Hessisch Lichtenau gibt sie unter anderem an:

• Familie/Jugend/Soziales: Erhalt des Hallenbads, Schulangebot soll aktiv beworben werden, Zuschuss für Kindergärten.

• Finanzen: Zusätzliche Einnahmen sollen ungebremste Anhebung der Grundsteuer vermeiden. Alle Ausgaben kritisch prüfen.

• Ortsteile: Ehrenamtliches Engagement fördern, Prioritätenliste für Investitionen mit Ortsbeiräten erarbeiten.

• Energie: Ja zur Energiewende, Nein zu weiteren Windkraftanlagen im Stadtgebiet.

• Bürgernähe: Immer rechtzeitig und umfassend informieren, Gelegenheit zur Stellungnahme geben, je brisanter die Angelegenheit, desto größer muss die Transparenz sein.

• Flüchtlinge: Die Bürgerliste fordert, die Verteilung der Flüchtlinge sozialverträglich vornehmen, die Zahl der zugewiesenen Flüchtlinge soll sich an der Bevölkerungszahl orientieren, das Land Hessen wird aufgefordert, die Polizei aufzustocken.

Neben Sauer tritt noch Michael Heußner (CDU) für das Amt des Bürgermeisters in Hessisch Lichtenau an. Stefan Wicke erwägt eine Kandidatur für die SPD.

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