Hessisch Lichtenau und Fürstenhagen

Nach Amokfahrt in Volkmarsen: Große Betroffenheit bei Karnevalisten

Die Amokfahrt bei Karnevalsumzug in Volkmarsen (Hessen) hat die Lossetaler Narren „stark getroffen“. Hier die Reaktionen der Karnevalisten aus dem Werra-Meißner-Kreis.

  • In Volkmarsen (Hessen) ist ein Mann bei einem Karnevalsumzug absichtlich in die Menschenmenge gefahren.
  • Bei der Amokfahrt wurden 61 Menschen verletzt, darunter viele Kinder.
  • Auch die Karnevalisten im Werra-Meißner-Kreis sind von der Tat schockiert.

„Total entsetzt“ sei sie gewesen, als sie von der Autoattacke auf den Umzug in Volkmarsen erfuhr. Und Antje Rintsch-Koch, die Vorsitzende des Karnevalsvereins Hessisch Lichtenau, ist froh, dass es bei den beiden Festzügen im Lossetal am Sonntag und Montagmittag so glattgelaufen sei.

Denn „wenn man feiert, denkt man nicht daran“, was so alles passieren kann. Am Sonntag, vor dem Umzug durch Hessisch Lichtenau, habe man nur über das Wetter und den Sturm nachgedacht. Bei der Nachbereitung der Session in ein, zwei Wochen werde nun überlegt, welche Konsequenzen Volkmarsen für das nächste Jahr hat, sagt Rintsch-Koch.

Volkmarsen: Nach Autoangriff - Konsequenzen auch für Karnevalisten im Werra-Meißner-Kreis

Aber alles und überall zu kontrollieren, werde sowieso sehr schwierig – und wäre gerade für den Karneval mit seiner Heiterkeit und dem Frohsinn schade, findet die Vorsitzende.

Gefahrenpunkte gibt es wohl überall, sagt Kuno Christl, der Vereinsvorsitzende des Carneval-Clubs Fürstenhagen (CCF). Und ein Festzug könne nicht komplett abgesperrt werden. Nach Volkmarsen „werden wir auf alle Fälle etwas tun,“ versicherte er. Dazu warte man aber auch neue Richtlinien und Vorgaben von oben ab.

Nachrichten aus Volkmarsen haben Karnevalisten "stark getroffen"

Die Nachrichten von dem Autoangriff in Volkmarsen sickerten am Montag gegen 17 Uhr in die Fürstenhagener Mehrzweckhalle durch, wo die Narren nach dem Umzug weiterfeierten. 

„Auch uns hat das schon stark getroffen“, so Christl. Beim Heringsessen zum Abschluss des Faschingsdienstags am Abend wollten die CCFler für die vielen Opfer auch eine symbolische Minute innehalten. 

Von Stefan Forbert

Auch andere Gemeinden in der Region zeigen sich betroffen von der Tat. Kelze, ein Stadtteil von Hofgeismar, sicherte nach dem Autoangriff in Volkmarsen seinen eigenen Karenvalsumzug stärker ab. 

Einige Kliniken in der Region sind in Alarmbereitschaft. Städte und Gemeinden wollen nach der Amokfahrt in Volkmarsen ihre Sicherheitskonzepte überdenken.

Rubriklistenbild: © Elmar Schulten

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