Vorsitzender des Zweckverbands Abfallwirtschaft wechselt

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Der neue geschäftsführende Vorstand des Zweckverbands Abfallwirtschaft: (von links) Dr. Rainer Wallmann, Andreas Nickel, der neue Vorsitzende Friedhelm Junghans, der das Amt von Jürgen Herwig übernimmt, Friedel Lenze, Wilhelm Gebhard sowie Geschäftsführer. Matthias Wenderoth. Ebenfalls Mitglied: Reiner Adam.

Weidenhausen. Den Spaß ließ er sich nicht nehmen: Zum Abschluss seiner Zeit als Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Werra-Meißner-Kreis demonstrierte Jürgen Herwig noch einmal, wie vielfältig Mülltonnen eingesetzt werden können.

Schon zu Karnevalzeiten hatte er auf die in den vergangenen Jahren zurückgegriffen, stieg jetzt noch einmal für ein Foto in den großen (und sauberen) Behälter. Vier Jahre lang war er der Kopf des Zweckverbandes, ab dem 1. August, wenn er den Staffelstab an seinen Nachfolger übergibt, hat er den dann frei für seine Hobbies. Denn zeitgleich gibt Herwig auch seine anderen Ämter ab, das wohl bekannteste ist das Bürgermeisteramt in Hessisch Lichtenau.

Beim Zweckverband kann er auf ereignisreiche vier Jahre mit ihm an der Spitze zurückblicken. So habe es mit der Neukonzeption der Bioabfallverwertung eine einschneidende Veränderung gegeben: Seit April vergangenen Jahres werden die Bioabfälle jetzt in Lohfelden verwertet, „für eine höherwertige Qualität zahlen wir jetzt sogar weniger Geld“, freut sich Herwigs Stellvertreter Dr. Rainer Wallmann, der seinen Posten auch in der nächsten Amtsperiode behalten wird. Er bedankte sich bei Herwig, aber auch bei allen anderen Kollegen für die hervorragende Arbeit, die diesbezüglich geleistet worden ist.

Eine für die Gebührenzahler bemerkbare Änderung gibt es seit Ende des vergangenen Jahres: Zu dem Zeitpunkt gab es im Verbandsgebiet neue Restmüll-, Bio- und Altpapiertonnen, auch der Entleerungsrhythmus hat sich geändert. „Das ging Gott sei dank relativ geräuschlos über die Bühne“, freut sich Herwig.

„Jürgen Herwig hinterlässt mir eine leicht zu übernehmende Struktur.“

Eine Aufgabe, die er mit angeschoben und hat die er nun an seinen Nachfolger - Meißners Bürgermeister Friedhelm Junghans - übergeben wird, ist der Modellversuch, Grünabfälle getrennt zu erfassen und zu verwerten. Während sich Herwig über die erfolgreiche Konzeptphase, holziges Grüngut in jeder Kommune annehmen zu können, freuen kann, geht es für Junghans nun an die Umsetzung: Derzeit läuft die Antragsphase für die kreisweite Umsetzung. Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard, neues Mitglied im geschäftsführenden Vorstand, freut sich darauf: „Es ist wichtig, dass jeder seine Grünabfälle vor Ort abgeben kann.“

Auch Junghans ist auf seine neue Aufgabe gespannt: „Ich bin in dem 21-jähigen Bestehen des Zweckverbandes jetzt der fünfte Vorsitzende“, sagt er, „und Jürgen Herwig hinterlässt mir eine leicht zu übernehmende Struktur.“ Dass er auf den 65-Jährigen folgt, liegt für Junghans auch in der Geschichte seiner Gemeinde begründet: „Für uns spielte durch die Ansiedlung der Kreismülldeponie in unserer Gemarkung der Abfall schon immer eine große Rolle.“

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