Vier Wochen bleiben für Kandidatensuche

Wahl zum Stadtbrandinspektor in Lichtenau platzt: Nachfolge offen

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Die geehrten Brandschützer der Lichtenauer Wehren: Bernd Schröder, Pascal Mergard, Wolfram Blumenstein, Frank Trieschmann, Tim Messerschmitt, Timo Schanze, Rüdiger Schönemann, Reinhard Kanstein, Uwe Schröder, Edgar Kanstein und Markus Schröder.

Fürstenhagen. Eigentlich sollten am Freitag die Nachfolger von Stadtbrandinspektor Erich Hildebrand und Stellvertreter Michael Heußner gewählt werden. Eigentlich, denn auf der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Lichtenauer Feuerwehren in Fürstenhagen war die Wahl in letzter Minute geplatzt.

Noch eine halbe Stunde vor der Versammlung war für die Lossestädter Führungsspitzen aus Politik und Feuerwehr klar: Wir haben sowohl einen Kandidaten für die Nachfolge von Hildebrand, der aus Altersgründen ausscheidet, als auch für Heußner, der im Sommer die Nachfolge von Bürgermeister Jürgen Herwig antritt. Kurz vor Beginn hatte jedoch einer der vermeintlichen Nachfolger aus privaten Gründen seine Kandidatur zurückgezogen, damit war die Wahl geplatzt. Hildebrand sah sich daraufhin gezwungen, den Punkt Wahlen von der Tagesordnung zu nehmen.

Auch wenn sich Unmut unter den 103 Einsatzkräften breit machte, am Ende stimmten alle bis auf 13 dem Antrag Hildebrands zu. Jetzt bleiben den Lichtenauer Brandschützern vier Wochen, um zwei Kandidaten zu finden, die sich in einer außerordentlichen Versammlung zur Wahl stellen.

Auch wenn sich Erich Hildebrands Amtszeit damit unerwartet noch einmal verlängert hat, die Wehrführer aus dem Stadtgebiet verabschiedeten sich trotzdem schon mal von ihm, denn der Präsentkorb mit verderblicher Ware duldete keinerlei Aufschub.

Rückblick auf 2015

Definitiv legte Hildebrand seinen letzten Jahresbericht vor: Während in anderen Kommunen ein permanenter Rückgang an Einsatzkräften beklagt wird, kann sich Hildebrand damit rühmen, die Zahl der Aktiven im letzten Jahr seiner 15-jährigen Amtszeit noch einmal um sechs auf insgesamt 271 gesteigert zu haben. Sicherlich auch ein Verdienst kontinuierlicher Nachwuchsarbeit, an der Lothar Möller, Olaf Funke, Markus Fischer und Falk Klingbeil allein 2015 mit 200 Stunden Brandschutzerziehung beteiligt waren. Insgesamt 5 412 Stunden leisteten die Brandschützer der 13 Wehren in 186 Einsätzen. Davon machten Brände (33), Technische Hilfeleistungen (84) und Fehlalarme den größten Teil aus. Für Fortbildung und Übungen erbrachten die Einsatzkräfte noch einmal 8 800 Stunden.

Auch Lars Künzel zeichnete von der Entwicklung beim Feuerwehrnachwuchs ein positives Bild: In den Jugendwehren konnte die Zahl auf 74, in den Kinderfeuerwehren auf 25 gesteigert werden. In Kürze wird vom 26. bis 29. Mai das Kreiszeltlager in Walburg mit über 250 Teilnehmern ausgerichtet. Zudem sollen bei „Entdeckertagen“ neue junge Mitglieder geworben werden.

Höhepunkt der Alters- und Ehrenabteilung wird laut Lothar Möller die Fahrt am 31. August in die Lüneburger Heide sein. Der Ausflug mit Kutschfahrt und Besichtigung in Celle kostet 37 Euro, noch sind Plätze frei. (zlr)

Wer in der Sitzung mit besonderen Auszeichnungen geehrt wurde, lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA-Witzenhäuser Allgemeinen.

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