Das Wasser fließt wieder

Am instandgesetzten Märchenbrunnen auf dem Kreuzrasen in Hessisch Lichtenau: Klaus Jannes (Baubetriebshof/von links), Olga Widemann (Firma Kruk), Bürgermeister Jürgen Herwig, Annemarie Huck (Frau Holle), Monika Walenta-Müller (Amt für Kultur und Tourismus) und Uwe Schindler (Firma Heinrich Anger’s Söhne). Foto: Röß

Zwei Firmen sorgen für Reparatur der Märchen-Anlage an der Wallstraße - nun sprudelt es wieder im Brunnen.

Hessisch Lichtenau. Im Märchenbrunnen an der Wallstraße in Hessisch Lichtenau sprudelt wieder das Wasser.

Fünf Jahre ist es mittlerweile her, dass der Brunnen am Rande des Lichtenauer Festplatzes Kreuzrasen stillgelegt wurde. Dass er jetzt wieder in Betrieb genommen werden konnte, ist der Unterstützung zweier Hirschhagener Firmen zu verdanken: Die Firma Kruk Faserverbund dichtete mit zuverlässiger Technik des Hauses das Brunnenbecken ab, die Bohr- und Brunnenbaufirma Heinrich Anger’s Söhne beteiligte sich an den Kosten.

Der Brunnen ist nicht nur optisch mit seinen beleuchteten Figuren und Steinpalisaden in der Mitte des runden Beckens ein Blickfang, sondern nimmt in der Welt der Frau Holle auch eine besondere Rolle ein: Auf dem Frau-Holle-Rundweg durch die Lossestadt ist er die letzte Station. Zuletzt kein rühmlicher Anblick mehr vor allem für Annemarie Huck und ihre Gäste, wenn sie als Frau Holle bei einer Führung durch die Lichtenauer Altstadt am Ende ihres Rundgangs am trocken gelegten Brunnen angelangt war.

Der stillgelegte Brunnen war zunehmend ins Visier von Randalierern geraten, erläuterte Bürgermeister Jürgen Herwig jetzt bei der Besichtigung der instandgesetzten Anlage. Er bedankte sich bei der Gelegenheit bei Olga Widemann (Kruk) und Uwe Schindler (Heinrich Anger’s Söhne), den Vertretern der beiden Hirschhagener Firmen. Das leere Becken hatte nicht nur dazu verleitet, Unrat darin zu entsorgen, sondern erleichterte auch den Zugang zum Zentrum der Brunnenanlage mit seinen Figuren, die mehr und mehr beschädigt wurden.

Die Brunnenanlage hatte Klaus Jannes vom Baubetriebshof der Stadt zuletzt 2006 zum Hessentag in Lichtenau mit GFK-Platten ausgekleidet. Zwei Jahre später wurde im Rahmen eines Projektes der Kunsthochschule Kassel die Brunnenmitte passend zur Märchenwelt der Frau Holle gestaltet. Bereits 2009 hatte man festgestellt, dass die Anlage durch undichte Stellen viel Wasser verliert, weshalb der Brunnen nur noch zu besonderen Anlässen in Betrieb genommen wurde. 2011 wurde er aufgrund der hohen Wasserverluste dauerhaft stillgelegt. (zlr)

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