Weniger Tempo für mehr Sicherheit

Hessisch Lichtenau will Geschwindigkeit reduzieren lassen – Messanlage in Quentel

Beim Anbringen der Geschwindigkeitsmessanlage waren dabei: Bettina Ludwig (von links) und Diana Burgener vom Ordnungsamt, Bürgermeister Michael Heußner, Ortsvorsteher Felix Blumenstein und Stellvertreter Georg Rauschenberg.
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Beim Anbringen der Geschwindigkeitsmessanlage waren dabei: Bettina Ludwig (von links) und Diana Burgener vom Ordnungsamt, Bürgermeister Michael Heußner, Ortsvorsteher Felix Blumenstein und Stellvertreter Georg Rauschenberg.

Die Stadt Hessisch Lichtenau will sich für mehr Verkehrssicherheit einsetzen und hat dafür verschiedene Aktionen angeschoben.

Als Startpunkt der Kampagne wurde die Aufhängung einer neuen Geschwindigkeitsmessanlage in Quentel genutzt, die dem Lichtenauer Ortsteil von einer Privatperson gespendet worden ist.

Da in Quentel und Fürstenhagen die Belastung durch den Schwerlastverkehr sehr hoch ist, wurde bereits vor Jahren die Geschwindigkeit im Bereich der Bushaltestelle in der Ortsmitte von Quentel reduziert. Nach einer erneuten Bewertung der Stadtverwaltung kam diese nun zu dem Schluss, dass ein Tempo von 30 Kilometern pro Stunde für die gesamte Ortsdurchfahrt gerechtfertigt sei. Bürgermeister Michael Heußner möchte eine Reduzierung auf 30 Kilometer pro Stunde für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen in der gesamten Ortslage an der Landstraße 3228 in Fürstenhagen und Quentel anordnen. Das erforderliche behördliche Verfahren wurde dazu nun angestoßen. Wenn die Straßenverkehrsbehörde beim Werra-Meißner-Kreis zustimmt, kann die Beschilderung in wenigen Monaten angebracht werden.

Auch wenn die Quenteler sich über die Aktion freuen, so ist man sich doch einig, dass eine wirkliche Entlastung für den Ort nur eine alternative Zufahrtsroute zum Basaltwerk bringen kann, wie Ortsvorsteher Felix Blumenstein erklärt.

Ähnliche Aktionen sind zudem in der Kernstadt und in Retterode geplant. „In der Kernstadt haben wir einen Unfallschwerpunkt an der Poststraße“, sagt Bürgermeister Michael Heußner. Aufgrund der schmalen Straße komme es immer wieder zu gefährlichen Situationen beim Parken und beim Ein- und Aussteigen. Hausintern laufe hier aktuell die Prüfung, ob im gesamten Bereich der Poststraße eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde realisierbar ist.

In Retterode herrscht ein hohes Gefahrenpotenzial für Schüler und Senioren, wenn diese die Bushaltestelle erreichen wollen, erklärt Heußner. Da es nur auf einer Straßenseite einen Gehweg gibt, ist man mitunter gezwungen, zwei Mal die Bundesstraße zu überqueren, um die Bushaltestelle zu erreichen. Deshalb hatte Heußner auch die Anhörung beim Kreis veranlasst. Zudem schlug er bei der Anhörung gegenüber dem Kreis vor, an den Radwegeverbindungen zu arbeiten: So sei eine Verlängerung des Radweges an der Spangenberger Straße nach Retterode notwendig, auch im Hinblick auf die Planung des Radweges zwischen Retterode und Schnellrode.

Zudem soll nach Vorschlag aus dem Ortsbeirat Walburg die Wegführung in Walburg an der Leipziger Straße neu gestaltet werden. (Evelyn Ludolph)

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