Literaturherbst

Wenn beim Poet der Faden reißt - Felix Römer stellte eigene Gedichte in Hessisch Lichtenau vor

Wechsel aus Poesie und Musik: Felix Römer (links) und Max Remmert traten im Hessisch Lichtenauer Café „Schindler mit Genuss“ auf.
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Wechsel aus Poesie und Musik: Felix Römer (links) und Max Remmert traten im Hessisch Lichtenauer Café „Schindler mit Genuss“ auf.

Felix Römer, Schriftsteller und Slam-Poet, gastierte zusammen mit Max Remmert, Texter, Liedermacher und Sänger der Kasseler Band „Alter Kaffee“, am Donnerstag anlässlich des Literaturherbstes im Lichtenauer Cafè Schindler.

Hessisch Lichtenau – Der Auftritt der beiden Künstler Felix Römer und Max Remmert war Teil der dreitägigen Veranstaltungsreihe, die erstmals von der Eschweger Agentur Kompass im Werra-Meißner-Kreis an vier verschiedenen Standorten organisiert wurde und vom Kooperationspartner „Leseland Hessen“ gefördert wird. Römer, 2006 deutschsprachiger Vizemeister im Poetry-Slam, lebt derzeit in Eschwege und setzt während eines Stipendiums mehrere Projekte im Landkreis um.

Im Cafè Schindler standen Gedichte aus seinem 2015 erschienenen Werk „Verhinderter Held“ im Mittelpunkt. Auch wenn Römer immer wieder mit dem Publikum locker ins Gespräch kam – als Poet ließ er nie die nötige Ernsthaftigkeit vermissen – war er mit Gestik und Mimik stets in seinem Element.

Zur Auswahl seiner Gedichte zählte auch „Nur nicht den Faden verlieren“ über ein Paar, das sich langsam auseinanderentwickelt. Da heißt es unter anderem „Ich habe dir mein Herz geschenkt – zumindest was von übrig war. Du hast es in den Schrank gehängt und sagtest danke, wunderbar. Das sieht ja sehr entzückend aus und hat mir noch gefehlt, ich leg das mal für morgen raus – und lächeltest überseelt.“

Nur nicht den Faden verlieren – auf einmal war es real: Im Publikum bimmelte ein Handy, gerade, als Römer inbrünstig eines seiner Gedichte vortrug, und schon war bei ihm der Faden gerissen und brach ab. Die Zeilen schuldig blieb der Poet dennoch nicht und legte später nach.

Der Wechsel mit Max Remmert sorgte nicht nur für Verschnaufpausen beim Poet. Remmert fand dennoch genügend Gelegenheiten, nicht nur seine eigenen Stücke vorzutragen, sondern auch „Die Moritat vom Schweighöfer“ von Tristan Brusch, eine Ode an den Schauspieler Matthias Schweighöfer.  (zlr)

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