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Wenn der Strom ausfällt - Hessisch Lichtenau ist gut vorbereitet

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Von: Wiebke Huck

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Alles im Griff: Bürgermeister Dirk Oetzel und Stadtbrandinspektor Steffen Rödel im Feuerwehrgerätehaus mit den Notfallplan-Flyern.
Alles im Griff: Bürgermeister Dirk Oetzel und Stadtbrandinspektor Steffen Rödel im Feuerwehrgerätehaus mit den Notfallplan-Flyern. © Wiebke Huck

„Es geht nicht um Panikmache.“ Das deutlich zu machen, ist Dirk Oetzel, Bürgermeister von Hessisch Lichtenau, sehr wichtig. In diesen Tagen wird in der Lossestadt und den dazugehörigen Stadtteilen ein Flyer an alle 6000 Haushalte verteilt, in dem es um einen möglichen sogenannten Blackout geht.

Hessisch Lichtenau –Was passiert, wenn in Hessisch Lichtenau flächendeckend der Strom über einen längeren Zeitraum ausfällt? Das ist Thema des Flyers, den die Stadtverwaltung zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr erarbeitet hat. „Das ist alles nicht neu“ sagt Dirk Oetzel, aber vielleicht etwas in Vergessenheit geraten, so der Bürgermeister weiter.

Die Lichtenauer sollen mit dem Flyer darüber informiert werden, wie sie sich auf einen Stromausfall richtig vorbereiten, wie sie sich währenddessen verhalten und wo sie im Notfall Hilfe bekommen können. „Ohne Strom steht unsere Welt still – Telefon, Computer, Herd oder Heizung fallen aus, das Licht erlischt ...“, heißt es im Einleitungstext. Und weiter: „So herausfordernd eine solche Situation auch sein mag: Mit ein wenig Vorbereitung lässt sie sich gut meistern.“ Im Flyer zu finden sind alle relevanten Notfallnummern, eine Checkliste vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit allem, was man für den Notfall zuhause haben sollte, sowie Hinweise zu Warnsystemen und alle Anlaufstellen in der Stadt und den angrenzenden Stadtteilen.

Spätestens 30 Minuten nach Beginn eines flächendeckenden Stromausfalls soll beispielsweise sichergestellt sein, dass die Feuerwehrhäuser beziehungsweise alternativ ein Schützenhaus besetzt sind. Dort soll es Ansprechpartner, Hilfe in Form von Notstrom, Funk, Informationen und gegebenenfalls auch Wärmeinseln geben.

Dort, wo es kein Feuerwehr- oder Schützenhaus gibt, wird ein Einsatzfahrzeug mit Besatzung an einem festgelegten Standort stationiert. „Einen solchen Notfallplan gibt es in der Theorie schon länger“, erklärt Dirk Oetzel. Zusammen mit Wehrführern, Ortsvorstehern und Stadtbrandinspektor Steffen Rödel hat er jetzt aber zur Sicherheit aller den offiziellen Leitfaden entwickelt und in Form gebracht.

Dirk Oetzel rät, den Flyer gut durchzulesen, die empfohlenen Vorbereitungen zu treffen und ihn beispielsweise am Kühlschrank oder an einer Pinnwand aufzuhängen, damit er im Notfall schnell zur Hand ist.

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