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Mann aus Kassel muss wegen schwerem Einbruch in Hessisch Lichtenau ins Gefängnis

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Von: Stefanie Salzmann

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Ein Einbrecher beim Aufhebeln. (Symbolbild)
Symbolbild: Einbrecher haben bei einem Einbruch in Moringen einen Autoschlüssel gefunden und den Audi gestohlen. © Silas Stein/dpa

Nach einem Einbruch in Hessisch Lichtenau muss ein Mann aus Kassel nun mehrere Monate ins Gefängnis.

Eschwege – Für ein Jahr und sieben Monate muss ein 38-jähriger Mann ins Gefängnis. Zu der Haftstrafe ohne Bewährung verurteilte das Amtsgericht Eschwege den gebürtigen Kasseler am Dienstag. Damit blieb das Gericht nur geringfügig unterhalb der Forderung der Staatsanwaltschaft, die ein Jahr und zehn Monate Haft gefordert hatte.

Der Mann, der inzwischen in Lübeck lebt und derzeit eine andere Haftstrafe abbüßt, war im August vorigen Jahres in ein Einfamilienhaus in Hessisch Lichtenau eingebrochen. Dabei hatte er zwar letztendlich nichts gestohlen, aber erheblichen Sachschaden beim Aufbrechen von Türen und Fenstern angerichtet, aber vor allem die zwei Bewohnerinnen des Hauses zu Tode geängstigt. „Die psychischen Folgen für die beiden Frauen kommen hier strafverschärfend hinzu“, sagte die Vorsitzende Richterin Schmidt in ihrer Urteilsbegründung. Außerdem habe der Mann eine hohe kriminelle Energie bei seinem Vorhaben gezeigt, obwohl er unter vielfach toxischen Einfluss verschiedener Drogen stand.

Hessisch Lichtenau: Mehr als ein Jahr muss der Einbrecher ins Gefängnis

Der Mann, der seit frühester Jugend schwer drogenabhängig ist, hatte am 10. August kurz nach Mitternacht das Wohnhaus in Hessisch Lichtenau zunächst umrundet, seinen Angaben zufolge in alle Fenster geschaut, um sich zu vergewissern, dass niemand zuhause ist. Weil er mit seinem Werkzeug weder über Fenster noch Terrasse in das Haus eindringen konnte, knickte er eine Ecke einer metallenen Brandschutztür zum Keller soweit auf, dass eine Öffnung von zirka 30 Zentimetern entstand. Durch die zwängte er sich ins Innere des Hauses. Weil im Keller aber nichts Stehlenswertes zu finden war, trat er eine hölzerne Verbindungstür zum Erdgeschoss des Hauses auf.

Die Frauen, die sich im Obergeschoss befanden, hatten allerdings Geräusche gehört, die Polizei alarmiert und sich zusammen im Schlafzimmer eingeschlossen, von wo sie über ein offenes Fenster auch Kontakt zu den Beamten hielten.

Einbruch in Hessisch Lichtenau: 19 Monate Haftstrafe

Die vierköpfige Besatzung eines Streifenwagens war kurz nach dem Notruf vor Ort und hatte das Haus umstellt. Während die Polizisten auf Verstärkung warteten, und um eine mögliche Geiselnahme zu verhindern, flüchtete sich der Einbrecher auf den Dachboden. Dort fand ihn die Polizei, die ihn dann widerstandslos festnehmen konnte.

Der Angeklagte zeigte Reue vor Gericht und sagte, dass er sich bei den Frauen gern entschuldigen würde. Die Verbindungstür ins Erdgeschoss habe er nur aufgebrochen, um zu fliehen, als er mitbekam, dass das Haus von der Polizei umstellt war. Den Bruch selbst habe er gemacht, weil er dringend Geld wegen Drogenschulden brauchte. Er gab an, dass er zu dieser Zeit am Tag die enorme Menge von fünf bis zehn Gramm Speed konsumiert habe.

Urteil: Wegen schwerem Einbruch in Hessisch Lichtenau muss Kasseler ins Gefängnis

Dass seine Strafe letztlich ohne Bewährung ausfiel, ist vor allem seinem extrem langen und einschlägigen Vorstrafenregister geschuldet, wo er vielfach zu Geld- und Haftstrafen wegen diverser Diebstahlsdelikte verurteilt worden war, um seine Drogenabhängigkeit zu finanzieren. Auch im Sommer 2021 stand der unter Bewährung, seither sitzt er bereits im Gefängnis. Richterin Schmidt attestierte ihm keine gute Sozialprognose, stattdessen habe er eine hohe und schnelle Rückfallquote. „Bisher ist er ein untherapierter Drogenabhängiger“, sagte sie. (Stefanie Salzmann)

Zuletzt wurden auch zwei Männer aus Hessisch Lichtenau wegen eines EInbruchs verurteilt.

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