Wettbewerb „Ideen bewegen": Freiherr-von-Stein-Schule kann Tablets gewinnen

Tablet-Projekt an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Hessisch Lichtenau: Die Schüler des Englischkurses, die am Tablet-Projekt teilnehmen, mit ihrem Lehrer Dr. Guido Ipsen (rechts). Foto: Röß

Hessisch Lichtenau. Mit Tablets kann man den Englisch-Unterricht bereichern. Wie, das testet derzeit ein Kurs der Freiherr-von-Stein-Schule aus Hessisch Lichtenau.

Innovative Konzepte sind an den Schulen gefragt, um die Qualität von Unterricht durch den Einsatz moderner Medien gezielt zu fördern. Mit seinem Tablet-Projekt im Englischkurs der Oberstufe an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Hessisch Lichtenau liefert Dr. Guido Ipsen ein Beispiel dafür, wie so etwas aussehen kann.

Seit vier Wochen arbeitet jeder der 24 Schüler im Englischkurs der Einführungsphase bei Ipsen an seinem Tablet. Der engagierte Englischlehrer hatte im Wettbewerb „Ideen bewegen“ der Initiative „Digitale Bildung neu denken“ mit seinem Konzept überzeugt. Als eine von 50 Schulen bundesweit bekam die Freiherr-vom-Stein-Schule daraufhin die Zusage für das sechswöchige Projekt in seinem Kurs, das von der Firma Samsung unterstützt wird. Am Ende erfolgt eine fach- und sachgerechte Bewertung der Ergebnisse. Landen die Lossestädter unter den zwei Besten ihrer Kategorie, gewinnen sie eine Tablet-Ausstattung samt eBoard, einer zwei Quadratmeter großen elektronischen Tafel.

Nachdem sich die Teilnehmer des Englischkurses zu Beginn Mitte April schnell mit der von Ipsen konzipierten App „Empwrite“ vertraut gemacht hatten, ging es auch schon an die gezielte Arbeit. Die Schüler sollen zum Rahmenthema „Making a difference“ (in der Welt etwas zum Besseren verändern) eine Rede von drei bis fünf Minuten Länge in englischer Sprache schreiben und halten. Zunächst erarbeiteten sie am Beispiel der 1963 von Martin Luther King gehaltenen Rede „I have a dream“ Kriterien, bevor es an die eigenen Reden ging.

Die Wahl der eigenen Themen wie Zerstörung des Regenwaldes, Benutzung der Medien durch Kinder, Jagd auf Wale sowie Delphine und Haie, Energiewende, Schmelzen der Polkappen, Waffengesetz in Amerika, Flüchtlingen helfen und ihr Leben verbessern, Mobbing in Schulen, Kindesmissbrauch oder auch die Probleme der Fußballclubs auf den Dörfern zeigen, wie breit das Spektrum ist, in dem sich die Schüler mit dem Thema auseinandersetzen.

Schritt für Schritt haben sich die Oberstufenschüler ihrer Rede genähert. Zunächst wurde umfangreich recherchiert, zu den Informationen die Vokabeln herausgesucht und das Ganze probeweise zur englischen Rede verfasst. Über die Vernetzung der Tablets ist es sowohl für die Mitschüler als auch Ipsen möglich, am eBoard die Ergebnisse zu diskutieren und zu verbessern. Der Pädagoge hat zudem über das System die Kontrolle, was jeder Einzelne im Laufe der Doppelstunde erarbeitet hat.

Nach den ersten vier Wochen intensiver Arbeit mit den Tablets zeichnet sich für den Pädagogen bereits ein in Zahlen messbarer Erfolg ab: Die Kursteilnehmer haben nach Aussage von Ipsen die Zeit, in der sie sich im Rahmen des Projektes mit Sachaufgaben beschäftigen, um 65 Prozent steigern können. (zlr)

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