Wie genau arbeitet mein Navi?

Hessisch Lichtenau hat einen Geodätischen Referenzpunkt bekommen

Schrauben die Infotafel fest: von links Uwe Koch und Michael Heußner.
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Schrauben die Infotafel fest: von links Uwe Koch und Michael Heußner.

Woher weiß man, ob das mobile Navigationsgerät auch genau arbeitet? In Hessisch Lichtenau kann man nun an einem geodätischen Referenzpunkt überprüfen, wie genau GPS-Geräte und Smartphones funktionieren.

Hessisch Lichtenau – An der Endhaltestelle der Tram an der Sälzerstraße, wurde ein geodätischer Referenzpunkt eingerichtet. Im Werra-Meißner-Kreis ist es der zweite Referenzpunkt, der erste existiert in Eschwege.

„Dieser Punkt wurde mehrfach hochpräzise vermessen“, erklärt Uwe Koch, Leiter des Amtes für Bodenmanagement Homberg (Efze), damit festgestellt werden kann, ob das eigene Navigationsgerät die richtigen Koordinaten anzeigt. „Das ist ein toller Service für Touristen und Geocacher“, sagt Koch.

Werden UTM-Koordinaten verglichen, erhält man die Abweichung direkt in Metern. Bei geografischen Koordinaten in Länge und Breite hilft eine Infobroschüre vom Amt für Bodenmanagement und der Stadt Hessisch Lichtenau, die unter anderem in der Touristinfo erhältlich ist. Eine Lageabweichung von drei bis fünf Metern entspreche der Genauigkeit von Navigationsgeräten. Es sei somit in Ordnung.

Mithilfe des Geodätischen Referenzpunktes kann bestimmt werden, ob ein Navigationsgerät genau arbeitet.

Das Amt für Bodenmanagement hat mit einem Satellitenpositionsverfahren den Referenzort genau bestimmt. Damit dies möglich ist, muss das Signal aber störungsfrei empfangen werden können. „Der Referenzpunkt kann nicht unter Bäumen oder in Häuserschluchten liegen“, erklärt Koch.

„Ursprünglich war angedacht, dass der Punkt im Juni zum Heimatfest eingerichtet wird“, sagt Bürgermeister Michael Heußner. Doch wegen der Coronapandemie konnte der Punkt erst am Montagmorgen der Öffentlichkeit übergeben werden.

Der Standort an der Sälzerstraße wurde bewusst gewählt, als touristisch interessanter Ort. Zum einen sei durch die Tram- und Bushaltestelle der Platz ein zentraler Verkehrsknotenpunkt. Zum anderen sei der Parkplatz Startpunkt für viele Wanderer. „Hier stehen die Infotafeln zum Grimmsteig und für die Mountainbike-Routen. Demnächst sollen noch Tafeln aufgestellt werden, auf denen alle Dörfer vorgestellt werden“, erklärt Heußner.  (Evelyn Ludolph)

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