137 Sitze im Parlament

Hessischer Landtag: Das sind die neuen Abgeordneten aus dem Werra-Meißner-Kreis

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Hessischer Landtag

Werra-Meißner – Wenn am Freitag der neue Hessische Landtag zusammenkommt, werden viele neue Gesichter zu sehen sein.

Mit 137 Sitzen ist das Landesparlament so groß wie noch nie. Fünf der Neuen vertreten Wähler aus dem Werra-Meißner-Kreis: Knut John (SPD), Hans-Jürgen Müller (Bündnis 90/Die Grünen), Felix Martin (Bündnis 90/Die Grünen) aus dem Wahlkreis 9 sowie Karina Fissmann (SPD) und Gerhard Schenk (AfD) aus dem Wahlkreis 10 sind erstmals im Hessischen Landtag vertreten. Bereits die zweite Legislaturperiode bestreitet Lena Arnoldt (CDU).

Knut John (SPD)

Knut John (SPD)

Der 56-Jährige hat das Direktmandat im Wahlkreis 9 errungen. 29,6 Prozent stimmten für ihn. Damit verwies der kaufmännische Angestellte den Landtagsabgeordneten Dirk Landau auf den zweiten Platz. Diese Schwerpunkte finden bei ihm ganz besondere Beachtung: Bildung und Landwirtschaft. John will die Lehrerausbildung verbessern, die Pädagogen entlasten und mehr Behörden auf das Land ziehen, um Arbeitsplätze zu schaffen.

Felix Martin (Grüne)

Felix Martin (Grüne)

Dass das Wahlalter nach unten auf 16 Jahre reduziert wird, soll das Erste sein, wofür sich Felix Martin einsetzen möchte. Langfristiges Ziel im Landtag sei für ihn eine gebührenfreie Bildung. Der 23-Jährige hat vom guten Ergebnis seiner Partei profitiert und ist auf Platz 18 der Landesliste in den Landtag eingezogen. Für sein Engagement in Wiesbaden hat Martin seine Ausbildung bei der Sparkasse Göttingen auf Eis gelegt.

Hans-Jürgen Müller (Grüne)

Hans-Jürgen Müller (Grüne)

Mit Hans-Jürgen Müller hat auch der Ersatzkandidat und Unterstützer von Felix Martin den Einzug in den Landtag geschafft. Als der 61-Jährige sich für die Landesliste aufstellen ließ, hatte er nicht damit gerechnet, wirklich nach Wiesbaden gehen zu können. Nach dem Wahlerfolg seiner Partei war er umso überraschter, es auf Platz 24 der Landesliste der Grünen geschafft zu haben. „Ich freue mich darauf, in Wiesbaden etwas bewegen zu können“, sagt der Landwirt, der auch Sprecher der Vereinigung Ökologischer Landbau ist.

Karina Fissmann (SPD)

Karina Fissmann (SPD)

Auch für die Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Werra-Meißner war am Wahlabend noch nicht klar, dass es doch in die Landeshauptstadt gehen würde. „Als ich am Montagmorgen aufwachte, stellte ich dann fest, dass ich zwanzig Glückwunschnachrichten auf meinem Telefon hatte, weil ich über Nacht über die Landesliste nachgerückt war.“ Die 31 Jahre alte Kreistagsabgeordnete, die im Ringgau lebt, will sich für neue Arbeitsplätze auf dem Land durch Behördenverlegung einsetzen.

Gerhard Schenk (AfD)

Gerhard Schenk wurde 1954 in Friedlos geboren. Er hat Elektroniker gelernt, Abitur am Obersberg in Bad Hersfeld gemacht sowie Volkswirtschaft und Jura in Berlin studiert.

Gerhard Schenk (AfD)

Schenk hat den AfD-Kreisverband Hersfeld-Rotenburg 2013 mitgegründet und ist seitdem Vorsitzender. Er ist auch Mitglied der Kreistagsfraktion. In Wiesbaden will er sich für Jugend und Sport einsetzen.

Lena Arnoldt (CDU)

Lena Arnoldt (CDU)

Nachdem Sigrid Erfurth (Bündnis 90/Die Grünen), Dieter Franz (SPD) sowie Lothar Quanz (SPD) ihr Mandat zur Verfügung gestellt haben und Dirk Landau (CDU) abgewählt wurde, ist Lena Arnoldt die Einzige, die ihr Mandat in Wiesbaden verteidigen konnte. Dabei wurde es bei ihr knapp und „unerträglich spannend“. Lena Arnoldt und Karina Fissmann lagen lange Zeit gleichauf. Erst mit den letzten Wahlbezirken hatte Arnoldt die Nase vorn. Am Ende trennten Arnoldt und Fissmann weniger als 100 Stimmen. Bei den Verhandlungen zum neuen Koalitionsvertrag zwischen CDU und Grünen saß die 36-Jährige mit am Verhandlungstisch. Sie war für die Arbeitsgruppe Umwelt, ländlicher Raum und Landwirtschaft zuständig. Ihr Ziel: dem ländlichen Raum eine Stimme geben. 

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