Totale Mondfinsternis war ins unseren Breiten nicht zu beobachten

Himmelsgucker chancenlos: Totale Mondfinsternis war ins unseren Breiten nicht zu beobachten

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Mit Teleskop zur Stelle: Amateur-Astronom Reinhard Steinfeld auf dem Steinberg bei Dohrenbach.

Dohrenbach. Mit Teleskop und Kamera baute er sich in den frühen Morgenstunden des Dienstags oberhalb von Dohrenbach am Steinberg auf. Doch gegen den bedeckten Himmel, den Dunst und das Schneetreiben hatte der Amateur-Astronom Reinhard Steinfeld (57) keine Chance. Die totale Mondfinsternis - dabei tritt der Mond in den Kernschatten der Erde - war nicht auszumachen.

Dabei hatte wenige Stunden vorher noch alles so gut ausgesehen: Um Mitternacht war der Himmel sternenklar, ideal für eine Beobachtung. Und es gelang dem früheren Bundeswehrangehörigen auch, den Vollmond eindrucksvoll im Bild festzuhalten.

Am Morgen dann Schneetreiben über der Region, Glatteis auf den Straßen. Unverrichteter Dinge baute Steinfeld seine Geräte nach knapp zwei Stunden wieder ab.

Fehlschläge steckt der Sternengucker weg: „Das kommt öfter vor.“ Und schon in wenigen Wochen, nämlich am 4. Januar, hat er eine neue Chance: für den 4. Januar 2011 um 8.25 Uhr ist eine partielle Sonnenfinsternis angesagt. Die nächste Mondfinsternis ist am 15. Juni, dann erst wieder am 10. Dezember 2011.

Für Bilder vom Himmelsschauspiel ist Steinfeld kein Weg zu weit. So fuhr er schon einmal mehrere hundert Kilometer nach Niedersachsen, um auch für die HNA Bilder herzustellen. Mit dem astronomischen Arbeitskreis Kassel nahm Steinfeld im Jahr 1999 eine Anfahrt bis ins frazösische Metz in Kauf.

Mehrfach war der 57-Jährige in den 80er und 90er Jahren zu Beobachtungen in Namibia und in Südafrika. Stets kehrte er mit reicher Fotoausbeute zurück. Damals wurden die Bilder noch konventionell mit Film und Papierabzügen hergestellt. (wke)

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