Alkoholfreies Weizen und Mineralwasser sind gefragt

Hitze treibt Umsatz bei Getränken hoch

Eschwege/Witzenhausen. Die zweite Hitzewelle des Sommers treibt den Getränkeumsatz in die Höhe. Das Bier fließt in Strömen, aber auch Mineralwasser geht derzeit weg wie nichts.

Ernst Andreas, Geschäftsführer der Eschweger Klosterbrauerei, geht von einer Absatzsteigerung von bis zu 15 Prozent aus. „Ein guter Sommer ist für uns wichtig“, sagt der Unternehmer, der 45 Mitarbeiter beschäftigt. Der Betrieb gehört mit einem Jahresausstoß von 62 Millionen Hektolitern Bier – soviel wie der Inhalt von 2500 olympischen Schwimmbecken – zu den regionalen Brauereien mittlerer Größe. Die Branche unterscheidet nationale, regionale und lokale Unternehmen.

Besonders gefragt an heißen Tagen ist alkoholfreies Weizenbier: „Das ist der Renner.“ Wird es zu heiß, werden Festbesucher vorsichtig - und weichen auf alkoholfreie Durstlöscher aus. Noch stärker ist der Umsatzzuwachs bei Mineralwasser. Insgesamt gesehen hat die Eschweger Klosterbrauerei derzeit gut zu tun. Es gibt zwar keine Urlaubssperre, aber es müssen Überstunden gemacht werden.

Die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika, die über die Bildschirme und Public-Viewing-Veranstaltung auch live zu uns kommt, wirke sich hingegen nur minimal aus. Vor dem Fernseher sitzt man häufig, ob mit oder ohne WM. Und da wird auch gerne ein Schluck getrunken.

Manfred Hugo, Getränkevertrieb mit 32 Mitarbeitern an mehreren Standorten in Hessen und Thüringen, geht davon aus, dass sich der Gesamtabsatz durch das hochsommerliche Wetter und die WM um 30 bis 40 Prozent gesteigert hat. Das bekomme man vor allem in den Getränkemärkten zu spüren. Die Gaststätten dürften weniger was davon haben. Beim Bier sei der Absatz konstant, gefragt sei Mineralwasser, „möglichst mit was drin“, und Softgetränke.

Von Werner Keller

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