Kommentar zu AfD-Frontmann Björn Höcke: Ausgerechnet Geschichte

Björn Höcke

Die SPD im hessischen Landtag thematisierte jetzt eine mögliche Rückkehr des rechtsnationalen AfD-Politikers Björn Höcke in den Schuldienst. Ein Kommentar. 

Die Vorstellung, dass Björn Höcke ihre Kinder unterrichtet, dürfte Eltern im Werra-Meißner-Kreis übel aufstoßen, nachdem sich der beurlaubte Lehrer als stramm Rechter im Politikbetrieb gefällt. Und dann auch noch Geschichte! Dieses Fach ist ein Pfeiler der Allgemeinbildung. Was Kinder im Geschichtsunterricht lernen, soll dazu beitragen, dass sie später politische und gesellschaftliche Entwicklungen selbst beurteilen können, politische Ideologien als solche erkennen und unterscheiden können.

Björn Höcke doziert gern über eine „natürliche Geschlechterordnung“ und polemisiert gegen Asylbewerber, hat aber Probleme damit, seine Behauptungen mit Fakten zu untermauern. Sollte er jemals in den hessischen Schuldienst zurückwollen, empfiehlt er sich damit nicht als Lehrer, der zudem politisch und weltanschaulich neutral sein muss.

Seinen Beamtenstatus und dessen Privilegien gefährdet er mit seinen Gratwanderungen aber bislang nicht, die AfD ist keine verbotene Partei und hat ihn übrigens auch nicht sanktioniert. Ob er je wieder vor einer Klasse stehen wird, ist dennoch nicht ausgemacht. Es gibt schließlich noch viele andere Posten im Landesdienst – der Dienstherr kennt sie alle.

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