Bauen für die Zukunft

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Handwerk: Lamii Asfaachow und Dejene Girma (vorne) machen ihre Ausbildung zum Hochbaufacharbeiter bei der Firma Werner Bommhardt in Bischhausen, die Grundlagen lernen sie im Ausbildungszentrum in Eschwege.

Werra-Meißner-Kreis. In der Zukunft hat man zu 100 Prozent einen sicheren Job, mit einer ordentlichen Ausbildung kann man sich zudem auch aussuchen, wo man arbeiten möchte“, erklärt Heiko Schilling, Ausbildungsleiter im Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft für den Werra-Meißner-Kreis.

Die Ausbildung zum Hochbaufacharbeiter, wie der Beruf des Maurers offiziell heißt, dauert zwei Jahre. Im dritten Lehrjahr kann man sich zum Spezialhochbaufacharbeiter ausbilden lassen.

Den eigenen Nachwuchs ausbilden 

Über 50 Azubis hat die Firma Werner Bommhardt Bauunternehmen GmbH & Co KG aus Bischhausen in über 50 Jahren Firmengeschichte ausgebildet. „Uns ist es wichtig, dass wir unseren Nachwuchs selbst ausbilden und damit unseren Betrieb jung halten“, erklärt Mitinhaberin Claudia Bommhardt. Aktuell machen Lamii Asfaachow und Dejene Girma ihre Ausbildung bei dem Unternehmen.

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„Uns macht die Arbeit großen Spaß“, erzählen die beiden Jugendlichen aus Äthiopien. „Es ist toll, dass man jeden Tag etwas anderes machen kann, und das man hinterher sieht, was man am Tag geschafft hat“, erklärt Auszubildender Martin Stier. „Mir macht das gemeinsame Arbeiten in einem motivierten Team besonders viel Spaß“, so Azubi Justin Ziegler.

Voraussetzungen für die Arbeit am Bau

Voraussetzungen für eine Ausbildung als Hochbaufacharbeiter sind ein räumliches Vorstellungsvermögen, gute Mathematikkenntnisse, aber auch gute Grundkenntnisse in Deutsch. „Am wichtigsten ist allerdings das Interesse am Beruf, da ist es auch egal, ob man einen Hauptschulabschluss hat oder nicht“, fügt Schilling an.

Mit Ausbildung Schulabschluss nachholen

Mit einer abgeschlossenen Ausbildung hat man gleichzeitig seinen Schulabschluss aufgewertet: Die Ausbildung ersetzt einen fehlenden Hauptschulabschluss oder Hauptschul- und Berufsabschluss ergeben einen Realschulabschluss.

Duale Ausbildung in Schule und Betrieb

Die Ausbildung erfolgt im Betrieb, in der Berufsschule und im Ausbildungszentrum. „Bei uns werden die Grundlagen gelegt, dafür hat man auf der Baustelle vor Ort keine Zeit“, erklärt Schilling.

Qualität steht klar im Vordergrund

Hochbaufacharbeiter bauen Häuser und Industriebauten, gestalten Außenanlagen oder machen Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten. „Der Trend geht dabei ganz klar weg von der Massenproduktion, Qualität und individuelles Bauen nach den Wünschen der Kunden stehen klar im Vordergrund“, sagt Claudia Bommhardt.

Attraktive Ausbildungsvergütung 

In der Ausbildung erhält man im ersten Jahr 785 Euro, im zweiten Jahr 1135 Euro und im dritten 1410 Euro (alles Brutto) nach Tarifvertrag. Vereinbarkeiten von Familie und Beruf werden auch für die Firmen immer wichtiger. „Die Elternzeit für Väter gehört bei uns mittlerweile zum Alltag“, erklärt Claudia Bommhardt.

Weiterbildung bis zum Ingenieur 

Nach der Ausbildung zum Spezialfacharbeiter gibt es verschiedene Formen der Weiterbildung: möglich ist, sich zum Vorarbeiter und Polier zu qualifizieren, die Meisterprüfung abzulegen, um sich selbstständig machen zu können. „Viele Jugendliche entscheiden sich auch für einen dualen Studiengang mit einer Ausbildung im Betrieb, im Ausbildungszentrum und an der Universität und sind danach Bauingenieur“, sagt der Ausbildungsleiter.

Zur Orientierung: Programm Beruf-Start Bau

Für Jugendliche, die noch unentschlossen sind, bietet die Bauwirtschaft das Projekt „Beruf-Start Bau“ an: Hier können sie ein einjähriges Praktikum im Ausbildungszentrum und einem Betrieb machen, um zu sehen, ob ihnen das Bauhandwerk liegt. (sb)

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