Was ist mein Wunsch, bevor ich sterbe?

Hospizgruppe Eschwege feiert 25-jähriges Jubiläum mit Kunstprojekt und Diskussion

Bevor ich sterbe, möchte ich... So wíe auf diesem Bild, das auf dem Marktplatz von Homberg entstanden ist, kann das Kunstprojekt auch in Eschwege aussehen. Archiv: Mark-Christian von Busse
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Bevor ich sterbe, möchte ich... So wíe auf diesem Bild, das auf dem Marktplatz von Homberg entstanden ist, kann das Kunstprojekt auch in Eschwege aussehen.

Die Hospizgruppe Eschwege wird 25 Jahre alt. Zu diesem Anlass sind in den kommenden Wochen drei Veranstaltungen geplant, zu der die Mitglieder des Vereins einladen.

Die Aktionen im Überblick:

Kunstprojekt

Welche Wünsche habe ich eigentlich noch, bevor ich einmal sterbe? Um diese Frage geht es im Rahmen eines Kunstprojektes, das die Hospizgruppe in Eschwege plant. Das Thema soll die Besucher vor allem zum Nachdenken anregen und Berührungsängste mit dem Tod mindern. Es werden in der Eschweger Fußgängerzone vier schwarze Tafeln aufgestellt, auf denen in mehreren Sprachen der Satz „Bevor ich sterbe, möchte ich...“ geschrieben steht. Vollendet werden soll der Satz mit den Träumen und Wünschen vorbeilaufender Passanten. Denn am Ende des Lebens bereut man die Dinge, die man nicht getan hat. Sätze bleiben dann einige Stunden stehen, bevor sie fotografiert und weggewischt werden, um wieder Platz für die Träume anderer Menschen zu machen. Eröffnet wird das Projekt am Mittwoch, 15. September, ab 16 Uhr mit dem Ersten Stadtrat Thomas Große und mehreren Künstlern vor der Filiale der Deutschen Bank in der Eschweger Fußgängerzone. Die Tafeln bleiben bis zum 29. September stehen.

Jubiläumsfeier

Mit Freunden und Förderern will die Hospizgruppe am Mittwoch, 22. September, ab 17.30 Uhr auf das 25-jährige Jubiläum anstoßen. Die Feier findet im E-Werk in Eschwege statt. Die Mitglieder des Vereins möchten mit ihren Gästen kurz innehalten, auf die vergangenen 25 Jahre zurückblicken und allen Menschen danken, die die Hospizgruppe in den vergangenen Jahrzehnten begleitet und unterstützt haben: den zahlreichen ehrenamtlichen Hospizbegleitern, freiwilligen Helfern beim Hospizflohmarkt sowie die Institutionen, die den Verein finanziell unterstützen. Als Gäste werden Landrat Stefan Reuß und Bürgermeister Alexander Heppe erwartet. Höhepunkte des Abends stellen zwei Künstler dar, die das Programm auflockern wollen: Zu Gast ist Christoph Gilsbach aus Münster, der eine Panomimenshow vorführt, Wolf Dieter Gööck aus Dresden zeigt sein Schattenspiel „Sense gut, alles gut“.

Diskussion in der Stadthalle

In der Eschweger Stadthalle gibt es am Mittwoch, 29. September, ab 19 Uhr eine öffentliche Veranstaltung zum Thema „Abschied, Verlust und Trauer – Wir sprechen darüber“.

Der Moderator des Abends, Hubertus Meyer-Burckhardt, spricht mit der 82 Jahre alten Soziologin und Professorin Annelie Keil, der aus Eschwege stammenden Schauspielerin Rita Russek und dem Soziologen und Autor Stefan Weiller in einer Wohnzimmeratmosphäre, wie die Menschen mit Verlusten umgehen und gestärkt daraus hervorgehen können. (Jessica Sippel)

Tickets

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung kostet 10 Euro, Einlass ist ab 18 Uhr. Es wird um Anmeldung gebeten. Ein 3G-Nachweis ist erforderlich. Anmeldung: Tel. 05651/ 338314

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