Buchungen ab Montag

„Wie ein Kreuzfahrtschiff“ an der Werra: Neues Hotel nimmt Betrieb auf

Wie auf einem Schiff: Eine der bugartigen Dachterrassen mit Reling soll an das Sonnendeck eines Kreuzfahrtschiffes erinnern. „Ich finde, unser Hotel liegt wie ein Schiff an der Werra“, sagt Investor Dieter Kühnemund (rechts). Finn Godenrath betreibt mit seiner Frau Hotel und Restaurant.
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Wie auf einem Schiff: Eine der bugartigen Dachterrassen mit Reling soll an das Sonnendeck eines Kreuzfahrtschiffes erinnern. „Ich finde, unser Hotel liegt wie ein Schiff an der Werra“, sagt Investor Dieter Kühnemund (rechts). Finn Godenrath betreibt mit seiner Frau Hotel und Restaurant.

Das neue Hotel Müllers Weiden auf der Werrainsel in Eschwege ist fertig, erinnert an ein ankerndes Schiff und hat jetzt seinen Betrieb aufgenommen.

Eschwege – Wenn Dieter Kühnemund auf der Dachterrasse seines Hotels steht, fühlt er sich wie auf einem Schiff. Unter ihm die Planken, in der Hand das Balkongeländer, das an eine Reling erinnert, und der Blick schweift über den Fluss vor ihm.

Seit Samstag befindet sich das Hotel auf der Werrainsel Müllers Weiden im Probebetrieb, ab dem 18. Oktober kann man hier Zimmer buchen, das Restaurant und den Biergarten besuchen oder auf dem öffentlichen Spielplatz mit den Kindern vorbeischauen.

Die Absprache mit der Stadt Eschwege hat nach wie vor Bestand. Über das Hotel-Grundstück führt ein öffentlicher Weg, über den man zu dem Spielplatz, dem Atrium oder zum bald fertigen Beach-Volleyballplatz gelangt. Wenn es nach Investor Dieter Kühnemund geht, soll so schnell wie möglich an der Schlossmühle eine Brücke über die Werra gebaut werden, damit der Zugang zur Innenstadt verkürzt wird. Momentan läuft eine Machbarkeitsstudie. Das Wasser- und Schifffahrtsamt muss am Ende seine Zustimmung geben.

Neues Hotel an der Werra: Gebäude mit 14 Zimmern, Sauna und Restaurant

14 Zimmer mit 28 Betten, eine kleine Saunalandschaft, Restaurant mit Terrasse und Biergarten und ein familienfreundlicher Park sind in den zwölf Monaten Bauzeit entstanden. Einen einstelligen Millionenbetrag hat die Familie Kühnemund auf dem Areal zwischen zwei Werraarmen investiert.

Die beiden Gebäude des Eschweger Hotels, die durch eine Brücke verbunden sind, stehen auf 170 Gründungspfeilern, die dafür sorgen, dass auch bei Hochwasser alle trockenen Fußes im Hotel bleiben. Fast ausschließlich Firmen aus der Region haben die Ideen von Investorenfamilie und Architekt umgesetzt.

Hotel Müllers Weiden hat begrüntes Dach

Keller gibt es nicht. Die Stauräume befinden sich unter dem begrünten Dach, der Technikraum in der Nähe zur Küche. Architekt Ludwig Lieberknecht hat auf alternative Energien gesetzt. Die Fußbodenheizung im gesamten Haus wird ohne fossile Brennstoffe durch einen Luft-Wärme-Tauscher betrieben. Die Stadtwerke liefern Ökostrom, der nur 20 Meter weiter in der Werra erzeugt wird. Im Garten liegt eine Regenwasserzisterne, auf dem Parkplatz gibt es eine für Hotelgäste kostenlose E-Tankstelle.

Das Hotel und das lichtdurchflutete Restaurant werden von Finn Godenrath und seine Frau Patcharee Pangam betrieben. Sie haben in Eschwege und Göttingen bereits Restaurants, die parallel weiterlaufen. Patcharee Pangam hat in Thailand in einem Fünf-Sterne-Haus jahrelang gelernt und gearbeitet. „Wir haben in das neue Restaurant unsere ganze Erfahrung der anderen Geschäfte einfließen lassen“, sagt der Mediziner Finn Godenrath. Sie wollen auf Müllers Weiden sowohl einen Mittags- als auch einen Abendtisch anbieten. Zwischendurch ist Kaffeebetrieb geplant. Das Angebot richtet sich nicht nur an Hotelgäste, sondern auch an die Öffentlichkeit, die später einmal auch zum Frühstücken vorbeikommen können. Die Karte wird thailändisch fettarm geprägt sein. Auch eine deutsche Küche wird von Koch Ivan Moor angeboten. Vom Biergarten aus kann man die spielenden Kinder beobachten, die Terrasse liegt von mittags bis abends in der Sonne. Zusammen mit der Dachterrasse gibt es rund 200 Sitzplätze im Freien.

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Hotel Müllers Weiden in Eschwege: Zimmer mit Balkon

Die 14 Doppelzimmer sind alle gleich groß. In den 28 Quadratmetern ist auch ein Badezimmer der international tätigen Firma Gerloff und Söhne untergebracht. Jedes Zimmer hat einen Balkon. „Auch hier fühlt man sich mit dem Blick auf das Wasser wie in einer Außenkabine auf einem Kreuzfahrtschiff“, sagt Kühnemund. Die Sauna-Landschaft kann man auch exklusiv anmieten. Zum Entspannen im Freien warten auf einer zweiten Dachterrasse Liegen. In den Zimmern und auf den Fluren hängen Leinwand-Bilder mit Motiven aus Eschwege und Umgebung, die der Göttinger Künstler Henrik Jacobsen zur Verfügung gestellt hat. Zur Anfangszeit werden in Hotel und Restaurant zehn Personen mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen beschäftigt sein. Bei Vollauslastung könnten bis zu 20 Arbeitsplätze entstehen.

Kontakt: Buchen kann man Zimmer unter patcharee.info, ein Kontingent wird auch Buchungsportalen zur Verfügung gestellt. Wer das Hotel besichtigen möchte, sollte sich aus Hygienegründen anmelden. (Tobias Stück)

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