Jubiläum

Hundert Seiten Wolfterode: Chronik der vergangenen 25 Jahre veröffentlicht

Es ist immer was los in Wolfterode: Die Chronik des Ortes präsentieren (von links) Nicole Strube, Manfred Schindewolf, Jan Eberhardt, Elmar Bien, Ute Schönewolf, Armin Eberhardt, Heinz Schönewolf, Regina Orth, Hartmut Bausch, Manfred Felmeden und Silke Becker.
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Es ist immer was los in Wolfterode: Die Chronik des Ortes präsentieren (von links) Nicole Strube, Manfred Schindewolf, Jan Eberhardt, Elmar Bien, Ute Schönewolf, Armin Eberhardt, Heinz Schönewolf, Regina Orth, Hartmut Bausch, Manfred Felmeden und Silke Becker.

825 Jahre Wolfterode - das wollte eigentlich gefeiert werden. Coronabedingt fielen die Veranstaltungen aus. Doch die fortgeschriebene Chronik gibt es jetzt.

Wolfterode – Hessens größten Schneemann gab es in Wolfterode. Bestaunt wurde die fast fünf Meter große Schneefigur im Winter 2010/2011 nicht nur von der Werra-Rundschau, sondern auch von Rundfunk und Fernsehen. Daran erinnern sich die Bewohner des Meißner Ortsteils gerne und darum hat es der Schneeriese der Familie Hildebrandt neben vielen weiteren Anekdoten auch in die Wolfteröder Chronik geschafft.

Die Chronik wurde in diesem Jahr anlässlich des 825. Jubiläums des Ortes fortgeschrieben. Die zahlreich angedachten Feierlichkeiten mussten in diesem Jahr coronabedingt ausfallen, erklärt Regina Orth, Mitglied des Festausschusses. Doch die Chronik kam unlängst aus dem Druck. Vor gut einem Jahr starteten die Vorbereitungen, an der sich viele Wolfteröder beteiligten und sich auf fast 100 Seiten der vergangenen 25 Jahre ihres Ortes annahmen.

Deshalb fanden in den Annalen neben einer Sammlung von Anekdoten und besonderen Begebenheiten auch die Vereine, die zahlreichen Veranstaltungen und die besonderen Plätze im Meißner-Ortsteil ihren Platz – wie der Kinder- und Familiengarten, der seit 2011 bewirtschaftet wird, und der alte Brunnen, der 2007 ausgegraben werden konnte und von den Dorfbewohnern restauriert werden konnte.

Als Lieblingsanekdote nennt Orth die eines verloren gegangenen trächtigen Schafes: Dieses wurde von einem Schäfer aus Dudenrode im Herbst 2001 als vermisst gemeldet und tauchte im März 2002 dann in Wolfterode mit seinem Nachwuchs wieder auf. Es kam zu einer amüsanten Verfolgungsjagd, die in der Chronik nachzulesen ist.

Die Ortschronik von Wolfterode wurde fortgeschrieben.

Bemerkenswert sind auch die vielen Vereine in Wolfterode und das bei knapp 140 Einwohnern. Das bestätigt auch Orth: „Wir haben ein reges Vereinsleben.“ Zu den beiden größten Vereinen zählen mit 103 Mitgliedern die Freiwillige Feuerwehr und der Sparclub mit 93 Mitgliedern.

Doch im Ort gab es immer wieder neue Entwicklungen und so gründeten die Dorfbewohner in den vergangenen 25 Jahren auch immer mal neue Vereine. Inzwischen gibt es also neben lange bestehenden Vereinen wie zum Beispiel den Landfrauen unter anderem auch den Heimatverein und die Schützenfreunde. Klar, dass das rege Vereinsleben jede Menge Erlebnisse parat hält.

So berichtet die Wehr in der Chronik über ihre größten Einsätze in den vergangenen 25 Jahren, zu denen Brände zählen, aber auch die Unterstützung des Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei vor fünf Jahren in Wolfterode. Doch die Feuerwehr steht auch für den Scheesen-Cup, den die Mitglieder seit 2011 jährlich organisieren. Die Teilnehmer gehen ähnlich einem Seifenkistenrennen mit selbst gebauten Wagen an den Start und nicht selten werden die Siege mit einer Sektdusche begossen.

Alle Eindrücke der Vereine und Geschichten aus Wolfterode sollen hier aber nicht verraten werden. Denn nachzulesen sind sie in „825 Jahre Wolfterode – Die Jahre 1995 bis 2020“.

Hinweis: Die Ortschronik kann bei den Festauschussmitgliedern Lothar Schindewolf und Regina Orth erworben werden. Kosten: 10 Euro.

(Von Hanna Maiterth)

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