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Igelhotel und Forscherhaus: Kinder sammeln Wünsche für Freigelände in Röhrda

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Von: Stefanie Salzmann

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Ernsthaft bei der Sache: der siebenjährige Fynn (links) aus der zweiten Klassen füllt seinen Wunschzettel mit einem Forscherhaus, das er sich wünscht. Simon (rechts) unterstützt ihn.
Ernsthaft bei der Sache: der siebenjährige Fynn (links) aus der zweiten Klassen füllt seinen Wunschzettel mit einem Forscherhaus, das er sich wünscht. Simon (rechts) unterstützt ihn. © STEFANIE SALZMANN

In Röhrda haben 170 Kinder Ideen für das Freigelände am Bildungshaus erdacht. Ihre Wünsche sollen in die Gestaltung des von Kita und Schule genutzten Ortes einfließen.

Röhrda – Planungsparty für 170 Kita- und Grundschulkinder am Bildungshaus in Röhrda, das Motto: Frei(T)raum. Eingeladen waren die Kinder in sechs verschiedenen Werkstätten, ihre Wünsche zur künftigen Gestaltung und Nutzung des Freigeländes hinter dem Bildungshaus zu denken und zu formulieren.

„Denn dort soll ein von Schule und Kita gemeinsam genutzter und naturnah gestalteter Ort entstehen, an dem geforscht und entdeckt werden kann“, erklärt Kitaleiterin Carina van der Willik, die bei dem Projekt Regie führt. Ursprünglich mal der Gedanke des grünen Klassenzimmers soll das nun der „Startschuss“, so van der Willik für das Freigelände sein.

Kinder schreiben und malen ihre Wünsche

Um das Brainstorming für alle Kinder – vom Drei- bis zum Achtjährigen – kreativ und greifbar zu machen, konnten die Kinder zwischen den thematischen Stationen wechseln, um dort ihren Ideen freien Lauf zu lassen. So entstehen bei Modellbau unter anderem Igelhotels und Vogelhäuschen auf Wunsch der Kinder und als erste Umsetzung, dessen, was die Kinder auf der Freifläche wollen.

Ob schreibend oder malend – auch die Station der Wunschzettel zieht die Kinder magisch an. So zeichnet der siebenjährige Fynn ein Forscherhaus auf sein Blatt. Das muss ausgestattet werden mit Lupen und Regalen. Er ist ernsthaft bei der Sache, ebenso wie der gleichaltrige Simon, der sich Gedanken über die Überdachung des Forscherhauses macht.

Ein Igelhotel, das in der Modelbauwerkstatt entsteht, wollen die Kinder auch auf ihrer Freifläche.
Ein Igelhotel, das in der Modelbauwerkstatt entsteht, wollen die Kinder auch auf ihrer Freifläche. © Salzmann, Stefanie

Auf der Fensterbank stapeln sich die fertigen Wunschzettel. Da stehen drauf Trampoline, Seilbahnen, Spielehaus, Kletterwald, Ameisenhaufen, ein Hahn, ein großer Hund. „Tiere spielen eine große Rolle“, weiß eine Erzieherin.

Richtig schick ist für die Kinder allerdings der Raum, in dem sie Erzieherin Nicole Paul vor laufender Kamera auf einem Studiosofa oder wahlweise durch das Fenster des Kasperletheaters Rede und Antwort stehen. Die beiden Vierjährigen Pia und Linus treten sogar mehrmals zum Interview an, weil sie immer wieder neue Ideen haben. Zwischendurch ziehen sie sich auch mal zur Beratung unters Kasperhaus zurück. Kreative Energie, offenbar beflügelt durch das Mitentscheiden, zieht durch die Räume.

Hitliste mit Favoriten folgt

In der kommenden Woche werden die Ergebnisse der gestrigen Planungsparty zu einer Ausstellung zusammengeführt und dann erhält jedes Kind zwei rote Klebepunkte, um seine Favoriten zu markieren. „Dann haben wir auch eine Hitliste“, sagt Carina van der Willik.

Und im nächsten Schritt werden dann auch weitere Erzieher und Lehrer und später auch die Eltern einbezogen. Die jetzige Planungsparty ist eine Fortsetzung der Zukunftswerkstatt aus dem vorigen Jahr, für das die Einrichtung unter anderem den Demokratiepreis der Diakonie erhielt. Von Stefanie Salzmann

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